Rheinpfalz Baugenehmigung gegen Bäume
Eine große Tagesordnung hatte der Ortsgemeinderat Dunzweiler in seiner Sitzung am Montagabend abzuarbeiten. Die Beschlüsse wurden fast ausschließlich einstimmig gefasst. Es ging unter anderem um Bauen und Naturschutz, Dorferneuerung und Grillplatzgebühren.
Einmütig beschloss der Ortsgemeinderat, dass die Eigentümer zweier Grundstücke im Wohngebiet Fröhnweg bauen dürfen. Allerdings müssen die Bauherren die anstehende Versiegelung der Fläche kompensieren. Wie Ortsbürgermeister Volker Korst (CDU) darlegte, sind die beiden gehalten, 14 Laub- und Obstbäume entlang des Wirtschaftswegs in der südlichen Verlängerung des Fröhnwegs zu setzen. In Abstimmung mit den Beigeordneten hatte Korst in einer Eilentscheidung ein Planungsbüro beauftragt, eine Ergänzungssatzung „Naturschutz“ für diesen Bereich zu erarbeiten. Dieser stimmte der Rat zu. Wie andere Ortsgemeinderäte sprach sich der Dunzweilerer dafür aus, der Verbandsgemeinde (VG) Oberes Glantal zu genehmigen, im Zuge der Dorferneuerung und Dorfentwicklung ein Leerstandskataster zu erstellen. Hintergrund ist, dass aufgrund der demografischen Entwicklung in den Gemeinden immer mehr Häuser leer stehen und zu verfallen drohen. Diese „Schandflecken“ können mit finanzieller Unterstützung der VG nun abgerissen werden. Die wiederkehrenden Beiträge für den Unterhalt von Feld- und Waldwegen wurde für das Jahr 2017 auf 16,50 Euro je Hektar festgesetzt. Ab kommendem Jahr sollen die Beitragssätze in den Haushaltsplan aufgenommen werden. Erhöht werden nach Willen des Ortsgemeinderates die Nutzungsgebühren für den Grillplatz. Rückwirkend ab 1. April 2018 werden für Feste mit Kindern 15 Euro pro Tag erhoben, für Erwachsene ab 1. Januar 2019 30 Euro. Laut Korst stammen die aktuellen Beträge aus dem Jahr 2004. Inzwischen habe er etliche Anfragen für Kindergeburtstage und Schulfeste erhalten, die dort ausgerichtet werden sollen. „Natürlich sollen Eltern und Kinder nicht übermäßig belastet werden“, sagte er und fügte hinzu, dass darauf zu achten sein werde, dass der Grillplatz nicht für Junge reserviert, dann aber von Älteren genutzt werde. Die angefangenen Grabreihen auf dem Friedhof sollen aufgefüllt werden. Ganz abgeräumt sind mittlerweile die Reihen A und C. Auch diese sind nach Vorstellung des Rates neu zu belegen, bevor eventuell neue Flächen ausgewiesen werden. Gut fanden alle die Idee des Obst- und Gartenbauvereins (OGV), auf einem ehemaligen Spielplatzgelände einen Pflanzgarten mit Obstbäumen für die Kindergartenkinder anzulegen. So könnten die Kinder etwas über Flora und Fauna lernen. Voraussetzung für die Anlage ist, „dass der pH-Wert stimmt“, sagte Korst. „Wenn er nicht passt, sollten wir dem Verein eine Alternative anbieten“, schlug Michael Kuhn (CDU) vor. Da der Bauhof gut ausgestattet ist, will die Gemeinde den Mäher sowie zwei Anhänger verkaufen. Aus dem Erlös sollen ein für den neuen Traktor passender Anhänger beschafft werden. Die Verbandsgemeinde wird beauftragt, die „Stolperfalle“ auf dem Bürgersteig Ecke Dittweiler-/Jakob-Zorn-Straße zu beseitigen. Die Pflastersteine dort sind unterhöhlt und müssen neu verlegt oder ausgetauscht werden. Prinzipiell will sich die Gemeinde an der Renovierung der Toilettenanlage am Festplatz Hertel beteiligen. Der OGV plant, das angrenzende Kelterhaus zu verschönern und bittet um Unterstützung. Zu erneuern seien Dach, Regenrinne und Fallrohre. Nun soll geprüft werden, ob Eigenleistungen möglich sind; auch Angebot sollen eingeholt werden.