Rheinpfalz Bürgerdienste ziehen nach Thaleischweiler

Die Verbandsgemeindeverwaltung Thaleischweiler-Wallhalben verlegt ihren Fachbereich Bürgerdienste größtenteils nach Thaleischweiler-Fröschen. Ein Bürgerbüro werde aber an beiden Standorten bestehen bleiben, sagte Verbandsbürgermeister Thomas Peifer am Dienstag im Gespräch mit der RHEINPFALZ.
Es habe keinen Wert, einen Fachbereich an zwei Standorten zu betreiben, erklärte Peifer: „Es geht so viel verloren, wenn man nicht miteinander spricht.“ Außerdem würden so Fahrten zwischen beiden Standorten entfallen, und es komme nicht mehr vor, dass ein Büro nur halbtags besetzt ist. „Es ist momentan ein bisschen beengt“, räumte Peifer zur Situation in Thaleischweiler ein. Aber bis sich an der Raumsituation etwas ändert, würden Jahre vergehen, und so lange habe man nicht warten wollen. Die Verbandsgemeinde lässt derzeit ein Gutachten erstellen, wie die Zukunft des Rathauses in Thaleischweiler aussehen soll (wir berichteten zuletzt am 3. August). Vier Varianten stehen im Raum: eine Sanierung des Rathauses in Thaleischweiler samt Anbau, eine Sanierung der Häuser in Thaleischweiler und Wallhalben, ein kompletter Neubau und die Umnutzung des Verwaltungsgebäudes der Firma Reno in Thaleischweiler. Durch die Neuorganisation sind die Ansprechpartner für Friedhofsangelegenheiten, Vollzugsdienst, Asylbewerber und Flüchtlinge sowie Schule, Freizeit und Senioren nun alle in Thaleischweiler-Fröschen zu erreichen. Laut Fachbereichsleiter Werner Scheerer wechseln fünf Angestellte nach Thaleischweiler. Drei Mitarbeiter, darunter der Standesbeamte Mirko Schwarz, der sich auch um die Feuerwehr kümmert, bleiben in Wallhalben, wo es weiterhin ein Bürgerbüro gibt. Dass dies in Wallhalben erhalten bleibt, hatte Peifer stets betont. Man könne in Wallhalben alles beantragen, insbesondere Dinge, die das Meldeamt beträfen, was einen großen Teil des Publikumsverkehrs ausmache, sagt er. Das Büro der Tourismusbeauftragten Lea Schurr bleibt in Wallhalben, ebenso die Werke, die nach der Fusion komplett nach Wallhalben verlegt wurden. „Die Zusammenarbeit funktioniert viel besser“, sieht Werner Scheerer den Umzug als Vorteil. Er war früher bei der Verbandsgemeinde Wallhalben beschäftigt und behielt zunächst dort sein Büro, wechselte aber später nach Thaleischweiler. Man merke auch, dass die Leute verstärkt nach Thaleischweiler auf die Verwaltung fahren, weil dort der Hauptsitz ist. Auch der Sachbereich Asylbewerber und Flüchtlinge sei vor einiger Zeit nach Thaleischweiler umgezogen. Das sei sinnvoll gewesen, weil hier die Verbindungen besser sind. Er sieht in Thaleischweiler kein Platzproblem: „Es sitzt nicht einer auf dem anderen.“ Es stünden ganz normal zwei Schreibtische in einem Büro. Dass die Situation mit zwei Standorten nicht optimal ist, hatte Bürgermeister Peifer schon Anfang des Jahres im Gespräch mit der RHEINPFALZ angesprochen. Damals hatte er den Fachbereichsleiter auch als Beispiel genannt: „Der Werner Scheerer fährt dreimal am Tag rauf und runter.“ Damit sei es nun vorbei, sagte Scheerer gestern und fügte an: „Gott sei Dank!“