Rheinpfalz Bürger können Geld und Steuern sparen

Geiselberg, Steinalben und Waldfischbach-Burgalben möchten mit der Teilnahme am Förderprogramm energetisches Quartierskonzept ei
Geiselberg, Steinalben und Waldfischbach-Burgalben möchten mit der Teilnahme am Förderprogramm energetisches Quartierskonzept einen Beitrag leisten, um die Dörfer für die Zukunft zu rüsten. Geiselbergs Bürgermeister Georg Spieß, Karin Weber vom Fachbüro DKMS, Verbandsbürgermeister Lothar Weber, Waldfischbach-Burgalbens Bürgermeisterin Anna-Silvia Henne und Steinalbens Bürgermeister Hans-Peter Peifer (von links) unterzeichneten die Verträge.

Wie kann ich mein Haus so sanieren, dass der Energieverbrauch sinkt, dass ich Geld spare, gleichzeitig den Wohnwert und den Wert des Hauses an sich steigere? Das sind Fragen, die sich die Bürger in den drei Ortsgemeinden Geiselberg, Steinalben und Waldfischbach-Burgalben stellen sollen, um in einem zweiten Schritt sowie mit staatlicher Förderung energiesparende Maßnahmen umzusetzen und Geld und Steuern zu sparen.

Vor allem an den zweiten Schritt knüpfen die Bürgermeister der drei Gemeinden hohe Erwartungen. Deshalb haben sie sich entschieden, am Förderprogramm „Energetisches Quartierskonzept“ teilzunehmen. Professionelle Hilfe soll das Fachbüro Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft (DSK) aus Mainz leisten. Das Büro wird das Quartierskonzept erstellen. Die Verträge wurden jetzt unterzeichnet. Nachdem das Konzept erstellt ist, gelte es, das Quartier in einem städtebaulichen Förderprogramm anzumelden und Nägel mit Köpfen zu machen. Ideen, wie in den Kommunen Energie und Geld gespart werden kann, „haben wir in Geiselberg schon sehr weit getrieben“, sagte Bürgermeister Georg Spieß. Es gibt einen gültigen Ratsbeschluss, dass Geiselberg 2030 Bioenergiedorf sein soll, also nicht mehr Energie verbraucht, als dort erzeugt wird. „Gescheitert sind alle bisherigen Versuche an der Umsetzung“, sagte Spieß. Dies werde mit dem Konzept nun anders und sei der Grund, „warum wir uns in Steinalben entschieden haben mitzumachen“, sagte Steinalbens Bürgermeister Hans-Peter Peifer. „Welche Möglichkeiten es gibt, Energie zu sparen, das wissen die meisten Menschen. Was sie brauchen, ist konkrete Unterstützung, wenn sie Maßnahmen angehen.“ Dies wird im zweiten Schritt geboten, weil es dann möglich werde, Investitionen in Energiesparmaßnahmen von der Steuer abzusetzen. Dann habe der Bürger sofort einen spürbaren Nutzen, waren sich Peifer, Spieß und Anna-Silvia Henne einig. Für die theoretische Vorarbeit sei ein Jahr Zeit, sagte Andreas Busch von der Bauverwaltung der Verbandsgemeinde, die Schnittstelle für das Programm ist. Karin Weber, die Gebietsleiterin der DSK für Rheinland-Pfalz und das Saarland, erläuterte, was in diesem Jahr passiert. Es wird in allen drei Gemeinden Bürgerversammlungen zu dem Thema geben. Die Bürger in den festgelegten Quartieren – in Steinalben ist etwa das Neubaugebiet „Am Heißberg außen vor – erhalten Fragebögen: Ist gedämmt, mit welchem Energieträger wird geheizt, wie viel Öl wird verbraucht, welche Rolle spielen Photovoltaik und Solarthermie? Aus den Ist-Daten soll abgeleitet werden, was sich verbessern lässt. „Aber kommen Sie uns nicht mit der Idee eines Nahwärmenetzes“, sagte Peifer lachend. Da ist die Verbandsgemeinde bekanntlich ein gebranntes Kind, das auf Millionenschulden sitzt. Trotz der gemachten negativen Erfahrungen, sagte Henne, „müssen wir ergebnisoffen diskutieren können. Es darf kein Tabu geben.“ Einen Vorteil hat der missglückte Ausflug der VG in die regenerative Energiewelt in Bezug auf Datenermittlung für das Quartierskonzept immerhin. Daten zu den Nahwerken, was Verbräuche, Kosten und ähnliches anbelangt, seien vorhanden, sagte Verbandsbürgermeister Lothar Weber.

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