Rheinpfalz Ausbau schneller fertig als geplant
Der Ausbau der Wengelsbacher Straße schreitet zügiger voran als geplant. Ab Baubeginn im April dieses Jahres waren eineinhalb Jahre veranschlagt worden. Doch wenn die Witterung so anhalte, rechne man mit einer Fertigstellung bis Ende November, informierte Ortsbürgermeister Rudolph van Venrooy am Montagabend den Gemeinderat. Dessen Mitglieder verschafften sich bei einer Baustellenbegehung ein Bild von der Baumaßnahme.
Der Bauabschnitt eins vom hinteren Teil der Wengelsbacher Straße bis zur Nummer 12 sei fertiggestellt, so der Ortsbürgermeister; aktuell werde im Bauabschnitt zwei der Birkenweg bearbeitet, und ab Ende September solle Bauabschnitt drei in der Pfaffenfelsstraße beginnen. Mit den Anliegern habe man teilweise mehrmals gesprochen, um Anbindung und Einfahrten der Grundstücke zufriedenstellend für alle zu lösen, so werde man auch künftig verfahren. Hangseits sind die Einfahrten zum großen Teil flacher geworden. Die 13 Zentimeter dicken Pflastersteine wurden im Ellbogenverbund gelegt. Diese Verlegeart sei zwar aufwändiger, verspreche aber eine größere Tragfähigkeit als andere Arten, sagte Venrooy. Die beiden alten Sandsteinmauern auf Gemeindegrund waren bei Baggerarbeiten abgerutscht, weil sie kein Fundament hatten, erläuterte der Ortschef weiter. Man könnte aber zum Teil die Böschungen abschwächen und als Ersatz L-Steine zur Befestigung setzen. Im mittleren Teil werde man ebenfalls L-Steine zur Befestigung setzen. Hier handele es sich um Privatgelände. Der Eigentümer habe dies so gewünscht und das werde ihm auch in Rechnung gestellt. An einer Stelle habe man mit einem Eigentümer einen Geländetausch vollzogen, da das Privatgrundstück in einem spitzen Winkel in den Straßenbereich geragt habe. „Rund zehn Quadratmeter hat er uns für die Straße gegeben, die hat er weiter hinten von uns im Tausch wieder bekommen“, sagte Venrooy. Im Birkenweg, der gerade ausgebaut wird, habe man sich auf eine Straßenbreite von drei Metern geeinigt und könne dadurch Kosten sparen. In Teilen der Wengelsbacher Straße habe man einen schlechteren Untergrund vorgefunden als erwartet. Hier wurde partiell der Boden verbessert und ein Flies eingebracht, um die Druckbelastung zu verbessern. Die Bürger hätten zum Teil selbst gepflastert, andere hätten es von der Baufirma mitmachen lassen – „alles, was auf privat gearbeitet wurde, wird natürlich auch von den jeweiligen Eigentümern bezahlt“. Erfreulich sei das Arbeitstempo der Firma. Man habe ihm von viel gegenseitigem Entgegenkommen zwischen Anwohnern und Arbeitern erzählt, er sei erstaunt und sehr erfreut über das gute Klima. Ein großes Ärgernis seien hingegen immer noch Autos und Motorräder von außerhalb, die die Sperrung nicht akzeptierten und durchführen. „Mehr als einmal wurden schon neue Steine, Kanten, Anschlussrohre und Hydranten dabei beschädigt und mussten erneuert werden“, so Venrooy. Einige Vorfälle konnten angezeigt werden. Zurzeit habe man zusätzlich Paletten mit Steinen aufgestellt, so dass nur Fahrräder, Kinderwagen und Fußgänger durchkommen. „Bis die Paletten abgeräumt und beiseite geschafft sind, dauert es eine Weile; wir hoffen, dass das ein Hindernis ist. Denn wenn die Paletten einfach nur leer gestapelt werden, steigen die aus und räumen sie auf die Seite“, so Venrooy. Im weiteren Verlauf der Sitzung stimmte der Rat einstimmig zu, Mittel, die für 2019 vorgesehen waren, in diesem Jahr schon abzurufen. Es handele sich dabei nicht um eine Kostenerhöhung, sondern um die Bezahlung von früher ausgeführten Arbeiten, erklärte Venrooy. Den Auftrag für die Straßenbeleuchtung in der Wengelsbacher Straße vergab der Rat für 10.000 Euro an die SPIE SAG GmbH aus Landstuhl. Der Ortsbürgermeister sowie Walter Müller und Ulrich Letztelter nahmen an dieser Vergabe wegen Befangenheit nicht teil.