Rheinpfalz Aus Angst vor Krieg

in der Kritik: Der Ostermarsch am Samstag in Mannheim führt zur Coleman-Kaserne. Die Friedensbewegung sieht in dem Areal das Symbol für eine wachsende Kriegsgefahr in Europa. Im Gegensatz zu allen anderen militärisch genutzten Arealen in Mannheim gab die USA dieses Gelände zwischen Sandhofen und Lampertheim nicht wie geplant an die Bundesrepublik zurück. Stattdessen lagert die Armee dort schweres Kriegsgerät. Die USA begründete das mit einer angeblichen Aggression Russlands. Hintergrund ist, dass die US-Armee ihre Präsenz in Osteuropa ausbauen und Kriegsgerät in dort entstehende Kasernen schaffen will. Nach Ansicht der Friedensbewegung verschlechtern sich so die Beziehungen zwischen den Nato-Staaten und Russland weiter und erschweren eine friedliche Lösung in der Ukraine. „Die Kriegsgefahr wächst und Mannheim wäre wie im Irak-Krieg als Drehscheibe für Kriegsgerät unmittelbar betroffen“, heißt es in einer Mitteilung des Friedensplenums. Die Kriegsgegner fordern Stadt, Land und Bund auf, sich für die Freigabe der Coleman-Kaserne einzusetzen. Treffpunkt für den Ostermarsch: 12 Uhr, Coleman-Barracks, Blumenauer Weg 100. (os)