Eisenberg Aufzug am Thomas-Morus-Haus wird deutlich teurer

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Auftragsvergaben für den Umbau und die Sanierung des Thomas-Morus-Hauses, den Ausbau der Bahnhofstraße und der Park- und Ride-Anlage sowie den sechsten Abschnitt der Gehwegsanierung in Steinborn standen im Mittelpunkt der Beratungen im städtischen Haupt- und Finanzausschuss.

Den größten Posten bildet mit rund 660.000 Euro das Projekt Thomas-Morus-Haus. Wie Architekt Martin Reitemeier erläuterte, hat sich die Gesamtsumme der Gewerke um rund 50.000 Euro gegenüber den ursprünglichen Berechnungen erhöht. Betroffen davon sind die Erd-, Maurer- und Betonarbeiten, die mit rund 150.000 Euro zu Buche schlagen. Der Grund für die Verteuerung liege beim Fahrstuhl. Dieser sollte ursprünglich an der seitlichen Hauswand angebaut werden, müsse jedoch hauptsächlich wegen des Brandschutzes, sprich der Feuerwehrzufahrt, in die Fassade eingebaut werden, so die Antwort auf die Frage von Ernst Großkurt (Bündnis 90/Grüne). Auf diesen Aspekt hätte der Architekt im Voraus achten müssen, warf Bernhard Heise (SPD) dem Planer vor. Dieser nahm den Vorwurf an und betonte, er sei über diesen Punkt nicht glücklich. Alle anderen Gewerke hätten sich laut Reitemeier aber im vorgesehenen Kostenrahmen bewegt. Ob für die Ausschreibung der Stahlbauarbeiten örtliche Firmen angefragt wurden, wollte Peter Funck (FWG) wissen. Er wunderte sich über einen Anbieter aus Waldfischbach-Burgalben. Die Gewerke seien öffentlich ausgeschrieben worden und von Eisenberger Firmen sei kein Angebot eingegangen, beantwortete Architekt Reitemeier die Nachfrage. Dass die Heizungsarbeiten für rund 47.000 Euro vergeben werden, stieß ebenfalls auf Verwunderung im Gremium, denn ein um 6000 Euro günstigeres Angebot wurde wegen fehlender Vertragsunterlagen nicht berücksichtigt. In solchen Fällen muss laut Reitemeier gemäß dem Vergaberecht der Anbieter von der Vergabe ausgeschlossen werden. Rückfragen oder das Nachreichen der fehlenden Unterlagen seien nicht möglich. Für die Bahnhofstraße und die Park- und Ride-Anlage am Bahnhof kommen auf die Stadt rund 437.000 Euro zu. Der Auftrag umfasst insgesamt rund 864.000 Euro und soll nach Vorstellung des Ausschusses an den günstigsten Anbieter, die Firma Tas und Balci in Kirchheimbolanden, vergeben werden, die das Stadtzentrum in Rekordzeit umgestaltet hat. Kanal- und Wasserwerk übernehmen von den Gesamtkosten anteilmäßig 296.000 Euro und 119.000 Euro. Der Energieversorger KEEP trägt 18.000 Euro. Die P&R-Anlage wird vom Land mit 194.000 Euro gefördert. Der Ausbau der Bahnhofstraße wird zu 70 Prozent über die wiederkehrenden Beiträge und zu 30 Prozent von der Stadt finanziert. Auf rund 65.000 Euro Fördermittel beziffert sich die Förderung des städtischen Anteils. Wie Stadtbürgermeister Adolf Kauth mitteilte, wurden die Anlieger der Bahnhofstraße über die bevorstehenden Arbeiten schriftlich informiert. Die Bauarbeiten sollen im Juli beginnen und rund ein Jahr dauern. Ursprünglich seien einer Vollsperrung sechs Monate Bauzeit vorgesehen gewesen, so Kauth weiter. Den Anliegern und den Fahrgästen der Bahn müsse jedoch eine Zufahrt ermöglicht werden. Deshalb werde die Straße jeweils halbseitig gesperrt mit der Folge, dass sich die Bauzeit verdoppele. Der Gehweg in Steinborn vom Haus der Kirche parallel zur Theodor-Storm-Straße in Richtung Ostring soll im Sommer erneuert werden. Der Auftrag in Höhe von 129.000 Euro soll an die Firma Halici aus Kirchheimbolanden gehen. Der städtische Anteil der Gehwegsanierung beträgt 87.500 Euro, den Rest übernehmen anteilmäßig das VG-Wasserwerk mit 25.000 Euro und die Kommunale Eisenberger Energiepartner mit 16.500 Euro.

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