Rheinpfalz Auf Wache randaliert

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Wegen Widerstands gegen Polizeibeamte, Beleidigung und versuchter Körperverletzung hat das Amtsgericht Pirmasens am Donnerstag einen 30-jährigen Arbeitslosen, der inzwischen in Baden-Württemberg lebt, zu einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu je zehn Euro, also zu 900 Euro, verurteilt. Es entsprach damit den Anträgen von Staatsanwalt und Verteidiger.

Was war vorgefallen? Laut Anklage wurde die Polizei aus Waldfischbach-Burgalben am Morgen des 7. Januar 2015 nach Heltersberg gerufen, weil eine Frau erhebliche Angst vor ihrem Lebensgefährten hatte. Mit im Haushalt lebten auch die drei Kinder der Frau im Alter von zehn, elf und 14 Jahren. Um weitere Eskalationen zu vermeiden, haben die Beamten dem 30-Jährigen einen Platzverweis erteilt, dem dieser aber nur zögerlich nachgekommen sei, auch habe er unberechenbar gewirkt und Stimmungsschwankungen gehabt. Deshalb haben ihn die Beamten in Verwahrung genommen. Auf der Polizeistation habe der Mann die Beamten dann als „Nazis“ bezeichnet und ihnen den Mittelfinger gezeigt. Außerdem habe er versucht, die Beamten mit Fäusten zu schlagen. Getroffen habe er indes nicht. Stattdessen sei er zu Boden gebracht und gefesselt worden. Der geständige Angeklagte bedauerte sein Fehlverhalten und entschuldigte sich vor Gericht bei den Beamten. Positiv rechnete ihm das Gericht sein Geständnis, die Entschuldigung und seine infolge von Alkohol und Drogen verminderte Schuldfähigkeit an. Negativ wertete es jedoch die Vorstrafen des Mannes, wobei eine einschlägig sei. Der Angeklagte nahm das Urteil an. (arck)

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