Rheinpfalz Auch Waldmohr sympathisiert mit Forstzweckverband

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Neben dem Jahresabschluss 2015 war das bestimmende Thema der Sitzung des Gemeinderates in Waldmohr die künftige organisatorische Ausrichtung in Sachen Wald: Dabei bekundeten die Gemeindevertreter ihr Interesse an der Gründung eines Forstzweckverbandes.

Dem Beschluss vorausgegangen war ein Vortrag von Forstamtsleiterin Gabi Kleinhempel. Sie betonte, dass die Gründung von Forstzweckverbänden keine neue Erfindung sei. Bereits vor knapp 20 Jahren habe die rechtliche Möglichkeit bestanden, Forstbetriebe zu leistungsstarken und großräumigen Zweckverbänden zusammenzuschließen.

Ein effektiver Einsatz der Ressourcen sei in den derzeit beiden Revieren nicht möglich, die innerhalb der Verbandsgemeinde Oberes Glantal bestehen. Kleinhempel monierte neben einer teilweise schlechten Infrastruktur auch den „oft nicht wirtschaftlichen Einsatz von Maschinen“. Dazu kämen hohe Betriebskosten plus ein hoher Zeit- und Verwaltungsaufwand.

Signifikante Einsparungen möglich

Laut Kleinhempel berechnet heute das Forstamt für das Revier Glan-Münchweiler mit seinen zwölf Betrieben zirka 66 Euro Beförsterungskosten pro Hektar. Im Revier Südkreis, zudem Waldmohr gehört, betragen die Personalkosten knapp 60 Euro pro Hektar Waldfläche. Würden sich die 22 Betriebe zu einem Zweckverband, mit einer Waldfläche von 2136 Hektar zusammen schließen, reduzierten sich alleine diese Kosten auf ungefähr 35 Euro pro Hektar. Signifikante Einsparungen sieht Kleinhempel auch bei den Beiträgen zur Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG), früher Landwirtschaftliche Berufsgenossenschaft. Hier sieht die Forstbeamtin ein Einsparpotenzial von 10.000 Euro pro Jahr. Die Grundsatzbeschlüsse sollten nach Aussage der Forstamtsleiterin bis zum 15. Mai vorliegen.

Erneut fehlen 800.000 Euro

Mit einer Bilanzsumme von rund 42,48 Millionen Euro stellte der Rat den Jahresabschluss 2015 fest. Die Ergebnisrechnung schließt mit einem Jahresfehlbetrag von zirka 795.000 Euro. Entsprechend des Fehlbetrages verringerte sich das Eigenkapital, das Ende 2015 rund 12,53 Millionen betragen hatte.

Weitere Themen

  • In Sachen Bebauungsplan Erlenwiesen beauftragte der Rat die Verwaltung, das Beteiligungsverfahren einzuleiten. Die eingegangen Stellungnahmen und Hinweise sollen in die Planungen aufgenommen werden.
  • Der Vertrag zur Pflege von Grünflächen mit der aus Bexbach kommenden Firma Rossin wurde verlängert. Die Preissteigerung von 1,5 Prozent akzeptierte das Gremium.
  • Anlässlich der Open-Air-Konzerte auf dem Eichelscheiderhof spendeten die Pfalzwerke 1000 Euro, die Firma Sonn 2000 Euro, und Herbert Willersinn unterstützte die Konzerte mit 5000 Euro.

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