Rheinpfalz Angelo Kelly: »Es hat sich wie zu Hause angefühlt«
Angelo Kelly und seine Familie haben Musik im Blut und Irland im Herzen.
Die Liebe für beides bekommen die Besucher bei zwei Konzerten der „Irish Summer Tour“ auf dem Neuleininger Burgsommer zu sehen (Do 28.6., 20 Uhr, Burghof Neuleiningen, Karten: Fr 29. 6., 20 Uhr, ausverkauft). Das Besondere: Ausschließlich an diesen beiden Abenden macht Kelly Aufnahmen für seine neue DVD. Als Kind und Jugendlicher haben Sie mit Ihrem Vater und Ihren Geschwistern zusammen Musik gemacht. Wie ist es heute für Sie, mit Ihrer eigenen Familie auf der Bühne zu stehen? Ich erlebe das aus einem ganz anderen Blickwinkel. Ich war ja der Jüngste von zwölf und konnte einfach mein Ding machen. Aber heute bin ich der Vater und auch musikalischer Leiter für das ganze Projekt. Ich habe die Verantwortung, dass es allen gut geht. Aber es ist auch sehr schön zu beobachten, wie die Kinder sich entwickeln und sich mehr und mehr zutrauen. Jetzt weiß ich auch, wie es meinem Vater damals ging. Er muss immer wieder sehr stolz auf uns gewesen sein. Das erlebe ich jetzt auch mit meiner eigenen Familie. Sind Sie also stolz, wenn Sie sehen, dass Ihre Kinder musikalisch in Ihre Fußstapfen treten? Ja. Auf dem neuen Album gibt es eigene Songs von ihnen und meiner Frau. Das ist also nicht mein Album, sondern ein Familienalbum. Jeder hat sein Herz reingesteckt und alles gemacht, was er konnte. Ich bin derjenige, der versucht, dem ganzen eine Handschrift zu geben und es irgendwie zusammenzufügen. Sie sind in Ihrem Leben viele Jahre herumgereist und waren in den unterschiedlichsten Ländern zu Hause. Jetzt leben Sie wieder in Irland, wo auch Ihre Wurzeln liegen. Was bedeutet Ihnen das? Ich habe ja überall auf der Welt gelebt, aber jedes Mal, wenn wir in Irland waren, hat sich das für mich wie zu Hause angefühlt. Ich hatte das Gefühl „Da gehöre ich hin“. Sei es die Mentalität, Kultur, die Landschaft, selbst das Wetter mit dem vielen Regen – auch das fand ich nicht schlimm, sondern mir gefiel es. Ich wollte eigentlich schon immer da leben, aber es war schwierig umzusetzen. Wir waren drei Jahre auf Reisen, hatten zwischen 2010 und 2013 keinen festen Wohnsitz. Meine Frau und ich haben, als wir dann ein paar Monate in Irland waren, das Gefühl gehabt, wenn wir sesshaft werden, dann dort. Am 28. und am 29. Juni geben Sie zwei Konzerte auf dem Neuleininger Burgsommer. Warum haben Sie sich ausgerechnet für diese beiden Abende entschieden, um die Aufnahmen für Ihre neue DVD zu machen? Ich fand, dass Burg Neuleiningen eine sehr schöne Kulisse ist. Die Ruine ist sehr rustikal, ähnlich wie die Burgen in Irland. Ich fand, das passt. Wir werden das sehr schön inszenieren. Es wird eine tolle Bühne geben, die komplett mit einer großen Lightshow beleuchtet wird. Was erwartet die Zuschauer noch? Auf unserem neuen Album „Irish Heart“ sind teils eigene, aber auch alte, traditionelle irische Stücke. Es ist eine Mischung aus beidem. So ist auch die Tour. Es kommt viel aus dem Album vor, aber auch Songs, die wir in den letzten Jahren veröffentlicht haben. Es gibt viele Lieder, bei denen man gerne mittanzt und -klatscht oder -singt, aber auch ruhige Momente fürs Herz. Ich versuche, die Show immer so zu gestalten, dass die Menschen mitgenommen werden.