Rheinpfalz Am Horizont die Pfalz

Strahlend: die Titelseite des „Merian“-Hefts.
Strahlend: die Titelseite des »Merian«-Hefts.
New York

, Tokio, Mannheim – aus Sicht der Mannheimer Marketingexperten ist das eine logische Reihenfolge. Untermauert wird diese Sichtweise mit dem neuen „Merian“-Magazin, das sich einzig und allein der Quadratestadt widmet. Das Heft ist seit Donnerstag bundesweit im Handel. „Eine Stadt denkt groß“ – passender hätte der Titel der Hochglanzbroschüre nicht gewählt sein können. „Mit dem Merian Mannheim reiht sich die Stadt in Reiseziele wie New York, Tokio oder München ein“, jubelt Karmen Strahonja, Geschäftsführerin des Stadtmarketing Mannheim. Sie sieht die Quadratestadt – nicht nur wegen des neuen „Merian“-Hefts – auf gutem Weg, „sich als Top-Destination für Städtereisen im Südwesten zu etablieren“. Viel größer lässt es sich kaum denken. Immerhin 130 Tipps für Mannheim-Besucher hat das Reisemagazin auf 140 Seiten aufgelistet. Es ist, nach 1948 und 1976, bereits das dritte Mal, dass der Jahreszeiten-Verlag Mannheim eine eigene Ausgabe widmet. Immerhin 16 Sehenswürdigkeiten haben die Redakteure dafür in der Innenstadt und direkt angrenzenden Vierteln wie Oststadt, Jungbusch oder Neckarstadt ausgemacht. Von einigen haben bislang wohl noch nicht einmal die Mannheimer selbst gehört. Die „Brautmodenmeile“ etwa dürfte vor allem ein Geheimtipp für die Planer orientalischer Hochzeiten sein, für die Ehefrauen in spe angeblich aus allen Ecken Deutschlands, ja sogar aus Frankreich und Luxemburg anreisen. Auch das Stadthaus N1 gehört zu den auserkorenen Sehenswürdigkeiten, worauf nun wirklich kein Mannheimer gekommen wäre. Einigkeit herrschen dürfte indessen beim Schloss, der neuen Kunsthalle, dem Luisenpark und selbstverständlich beim Wahrzeichen Nummer eins, dem Wasserturm. Dieser ziert, wie auch schon 1976, erneut die Titelseite des Reiseführers. Das war nicht unbedingt der Wunsch Strahonjas, aber eine logische Wahl, wie Kalle Harberg, der Redakteur des Hefts, äußerte. „Purer Pomp ist nicht Stil dieser Stadt. Ihre Sehenswürdigkeiten sind nicht nur schön, sondern haben einen Sinn.“ Und immerhin lässt sich am Horizont der malerischen Aufnahme die Pfalz erahnen. Rund 30 Millionen Menschen haben bundesweit Interesse an und vor allem die Mittel für Städtereisen. Die sollen allesamt von dem Magazin angesprochen werden. Und wenn möglich sogar noch mehr: „Im Frühjahr erscheint das Heft auch in englischer Sprache“, kündigte „Merian“-Chefradakteur Hansjörg Falz an. Dann lesen auch die Menschen in Manhattan die Geschichten über Mannheim.

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