Handball RHEINPFALZ Plus Artikel WM-Tagebuch: Erinnerungen auffrischen

Das Cafe Kattowitz in Kattowitz.
Das Cafe Kattowitz in Kattowitz.

Die deutschen Handballer träumen von einer Medaille bei der WM in Polen und Schweden. RHEINPFALZ-Redakteur Udo Schöpfer begleitet das Team vor Ort durch das Turnier.

Also mit diesem Anruf hatte ich wirklich nicht gerechnet.

Vergangene Woche saß ich in Eisenberg im Eiscafé, freute mich auf den leckeren, hausgemachten Kuchen und schaute der jungen, tüchtigen Kellnerin über die Schulter, die sich nach der Schule ein paar Euro dazuverdient. Da klingelte es. Der Name Marco leuchtete auf meinem Display auf. Das war eine Überraschung. Wie geht’s? Und: Ob ich zum Handball nach Kattowitz fahre, das war gleich die wichtige Frage. Jawohl!

Simone und Marco Stöcker lernte ich 2016 in Breslau bei einem Stadtrundgang während der Europameisterschaft kennen. Ein Jahr später marschierte ich wieder tapfer durch die Straßen, diesmal im kalten Zagreb, da erspähte ich die Spaziergänger zufällig, und sie schlossen sich unserer kleinen Gruppe an. Das letzte gemeinsame Turnier, das wir bestritten, war die WM 2019 in Berlin.

Ein schönes Wiedersehen

Das sehr handballbegeisterte Ehepaar – Lieblingsklub: TuS Ferndorf – hat einige Jahre pausiert. Es gab also sehr, sehr viel zu besprechen beim Wiedersehen im Café Kattowitz im Stadtzentrum. Ein zweites Mal trafen wir uns im Café noir. Auch schön.

„Allein das Spiel gegen Serbien war schon die Reise wert“, sagt Simone Stöcker. Zehn Stunden haben die Zwei mit dem Auto aus dem Kreis Siegen bis nach Kattowitz gebraucht. Am Montag machten sie einen Trip ins charmante Krakau. Erinnerungen auffrischen. Gestern fuhren sie nach Hause. Ich habe den Eindruck, dass diesmal weniger deutsche Fans dabei sind als noch vor der Pandemie. Auch aus der Region!

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