FCK
Wiederauftakt gegen Meppen – Erfolge machen Lautern Lust auf mehr
Marco Antwerpen ist bester Dinge, dass es klappt. Zum Pflichtspiel-Auftakt 2022 soll ein Heimsieg her. Der Trainer des Fußball-Drittliga-Sechsten 1. FC Kaiserslautern ist vor dem Verfolgerduell an diesem Samstag (14 Uhr, SWR, Magenta Sport, Liveblog auf rheinpfalz.de) gegen den drittplatzierten SV Meppen sichtlich gut gelaunt. Auf dem Trainingsplatz sieht man den 50-Jährigen bei aller Konzentration häufig lächeln und Späßchen machen. Seit elfeinhalb Monaten ist Antwerpen FCK-Coach; der negative Druck vom Abstiegskampf der Vorsaison und aus der schwierigen Anfangsphase der aktuellen Spielzeit ist positiver Anspannung gewichen.
Situation komfortabel wie lange nicht
Der FCK kann trotz aller Unwägbarkeiten, die die Corona-Pandemie mit sich bringt, so beruhigt in die Aufgaben eines neuen Jahres starten wie ganz lange nicht. Die Lauterer sind Teil einer dicht beisammen liegenden Verfolgergruppe des souveränen Spitzenreiters Magdeburg, können mit einem Sieg vor den erlaubten 500 Zuschauern – die Tickets sind an VIP-Bestandskunden vergeben – an Gegner Meppen vorbeiziehen.
„Man sieht auch auf dem Trainingsplatz, wie sehr wir uns freuen, dass es wieder losgeht“, sagt Mittelfeldspieler Mike Wunderlich. Der 35-Jährige ist der einzige beim FCK, der alle 20 bisherigen Partien in dieser Drittliga-Runde absolviert hat. Und das stets von Anfang an. Von einer solchen persönlichen Bilanz kann Kapitän Jean Zimmer (28) nur träumen, mehrmals musste der Flügelspieler wegen Erkrankungen oder ob eines Rückenleidens aussetzen. Auch gegen Meppen fehlt er wegen eines Infekts – es ist nicht seine Saison.
Elias Huth will bleiben
Neben den Langzeitverletzten Lucas Röser, Anas Bakhat und Anil Gözütok fallen zudem Verteidiger Max Hippe und Mittelfeldspieler Nicolas Sessa wegen Fußblessuren aus. Außenbahnspieler Dominik Schad plagt sich wie Zimmer mit einem Infekt herum. Weil Matheo Raab und Avdo Spahic zuletzt angeschlagen waren, ist in Lorenz Otto sicherheitshalber ein dritter Torwart dabei. Stürmer Elias Huth hofft auf weitere Einsätze, ein Wechsel im Winter ist für ihn aktuell kein Thema – sein Vertrag endet im Sommer.
Quarantäne bei allen beendet
Das Coronavirus bereitet dem FCK-Kader laut Antwerpen derzeit keine akuten Probleme mehr. Die fünf Covid-19-Fälle bei Spielern und im Betreuerstab, die der FCK nach dem Weihnachtsurlaub zu Beginn der vorigen Woche gemeldet hat, sind überstanden. Auch die Quarantäne ist jetzt bei allen beendet. Die Stimmung ist ob der erfolgreichen Monate gut bei den Roten Teufeln. Die letzte Niederlage, das 0:2 gegen Würzburg, liegt zweieinhalb Monate zurück. Es war die einzige Schlappe in den letzten 13 Punktspielen. Seit sechs Partien ist der FCK ungeschlagen.
Die Generalprobe für den Wiederauftakt gewannen die Roten Teufel beim belgischen Erstligisten KAP Eupen 2:1. „Obwohl bei den Einheiten oft nur 13, 14 Mann da waren, hatten wir zwei sehr, sehr gute Trainingswochen und ein sehr gutes Testspiel“, meint Wunderlich.
Tankulic und Sukuta-Pasu im Meppener Kader
Dennoch sind er und seine Kollegen vor dem Auftaktgegner gewarnt, der mit dem offensiv brandgefährlichen Kapitän Luka Tankulic und dem Ex-Lauterer Richard Sukuta-Pasu, beide gerade erst wieder fit geworden, anreist. Wunderlich und Kollegen wissen um das effektive Umschaltspiel von Ricco Schmitts Team, das der FCK stoppen möchte. Die Abwehr der Lauterer ist die beste der Liga, erst 13 Gegentreffer stehen zu Buche. Auch deshalb ist Trainer Antwerpen nicht bang. „Wir wollen den Gegner weit von unserem Tor weghalten.“
Am zweiten Spieltag, am 31. Juli, gelang Meppen, traditionell ein heißes Pflaster für den FCK, ein knapper Heimsieg. „Da müssen wir nach 20 Minuten schon 3:0 führen, nutzen unsere Chancen nicht“, erinnert sich Wunderlich. „Am Ende gewinnt Meppen 1:0.“ Das wollen die Roten Teufel nicht auf sich sitzen lassen.
