Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Wie Eulen-Trainer Johannes Wohlrab seiner Mannschaft half

Hat geklappt: Trainer Johannes Wohlrab in der ersten Partie.
Hat geklappt: Trainer Johannes Wohlrab in der ersten Partie.

Den Schwung aus dem ersten Spiel mitnehmen – das ist das Ansinnen der Eulen Ludwigshafen für die Partie am Sonntag (17 Uhr) bei der SG BBM Bieitigheim.

Dank einer starken zweiten Halbzeit gelang den Eulen mit dem 31:27 gegen TuS Vinnhorst der Auftaktsieg. So soll es sein. Ein Lob dem Trainer: Johannes Wohlrab hatte seinen Anteil daran, dass der Einstieg glückte. Der Coach entschloss sich in der zweiten Halbzeit, den gegnerischen Wirbelwind Falk Kolodziej quasi in Manndeckung zu nehmen. Wohlrab ließ mit einer sehr offensiven 5:1-Deckung spielen. Der ambitionierte Aufsteiger, ein Stadtteilverein aus Hannover, verlor seinen Rhythmus, dazu kam das Spielglück und ein paar wichtige Paraden der Torhüter Mats Grupe und Ziga Urbic.

„Ich musste das machen, weil mein Mentor Walter Don beim ersten Spiel da war, was mich sehr gefreut hat. Er hat mir das immer nahegelegt. Wenn einer gut ist, nimm’ ihn einfach raus. Das haben wir dann gemacht und es hat Früchte getragen, weil das Spiel vorher tatsächlich nur über Kolodziej lief. So kamen schlechtere Wurfchancen zustande und Mats konnte glänzen“, erläuterte Wohlrab.

Manndeckung zeigt Wirkung

Auf der Tribüne in der Friedrich-Ebert-Halle staunte auch Handball-Legende Christian Schwarzer. Am Montag war er ein sehr glücklicher Vater, denn sein Sohn Kian warf zehn Tore für die Eulen. „Wir haben auf der Tribüne gesagt: Habe ich schon ewig nicht mehr gesehen. Das kenne ich sonst nur aus dem Jugendbereich. Die Manndeckung hat Wirkung gezeigt. Am Ende muss man sagen: ein cleverer Schachzug“, sagte der Weltmeister von 2007.

Es gibt Entwicklungsmöglichkeiten

Mit ein bisschen Distanz: Was fand der Trainer gut zum Auftakt, was geht noch besser? „Die Mannschaft hat in der zweiten Halbzeit das gezeigt, was ich immer von ihr fordere. Sie hat gekämpft, sie hat Willen gezeigt. Sie hat sich zurück in das Spiel gekämpft und wir konnten den Schalter umlegen, das Spiel so relativ souverän mit vier Toren Vorsprung nach Hause schaukeln“, erklärte Wohlrab, bestärkt, in Vinnhorst keinen typischen Aufsteiger zu sehen. „Die Mannschaft ist unangenehm zu bespielen“, betonte er. Und was kann noch besser werden? „Ich sehe noch viele Entwicklungsmöglichkeiten, im Zusammenspiel hat man das gesehen. Einige Abläufe stimmen noch nicht“, erkannte der Coach. Die 6:0-Abwehr mit den Kleingruppen stabilisieren und das Überzahlspiel verbessern, nennt er als die wichtigsten Schritte.

Der VfL Eintracht Hagen, am 1. Oktober Punktspiel-Gast bei den Eulen, ist auch in der zweiten DHB-Pokalrunde der Gegner. Die Pokal-Partie findet am Mittwoch, 20. September (19 Uhr), statt und wird aufgrund terminlicher Probleme bei Nutzung der Friedrich-Ebert-Halle im Sportzentrum des TV Hochdorf ausgetragen.

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