Eishockey
Wie Eric Uba seine zweite Chance bei den Adlern genutzt hat
„Ich weiß, dass mein Weg nach Mannheim nicht unbedingt traditionell war“, sagt der 24-Jährige, der vor einem Jahr direkt von der McGill-Universität in Montreal in die Deutsche Eishockey-Liga gewechselt war: „Deshalb weiß ich, dass ich mich immer und überall weiter verbessern muss, um mich in der DEL durchzusetzen.“ Worte, denen er praktisch täglich Taten folgen lässt.
So auch im Training am Mittwoch.
Während der Großteil seiner Kollegen schon in der Kabine verschwunden ist, dreht Uba weiter seine Runden auf dem Eis, zieht unter Anleitung von Co-Trainer Curt Fraser Sprints an, übt Direktabnahmen oder legt die Scheibe unermüdlich seinen Kollegen auf. Es ist dieser Ehrgeiz, der Cheftrainer Dallas Eakins überzeugt hat: „Eric kommt jeden Tag in die Halle und trainiert unheimlich hart.“ Und er bringe einen weiteren Pluspunkt mit. „Ich habe ihn noch nie schlecht gelaunt erlebt“, sagt der Trainer über seinen besonderen Schützling.
Der Trainer lobt die Mentalität
Der hatte keine einfache erste Saison, zumal die Adler nahezu ohne Verletzung durch die Spielzeit kamen. Damit erhielt der Deutsch-Kanadier nur in acht Partien die Gelegenheit, sein Können zu zeigen. Aber in dieser Spielzeit wurde er schon für seine Geduld und seinen Einsatz belohnt. Wenn auch aus weniger erfreulichem Grund, denn mit Luke Esposito, Kristian Reichel und nun auch Tom Kühnhackl (rund vier Wochen Zwangspause) hatten und haben die Adler in dieser Spielzeit schon den Ausfall von Schlüsselspielern zu verkraften.
Das erste Tor
Weil der Kader der Mannheimer heuer numerisch nicht mehr ganz so üppig bestückt ist und Eakins in seiner Doppelrolle als Manager zunächst von der Verpflichtung weiterer Spieler absehen will, hat Ubas Stunde geschlagen. Und das so richtig. Immerhin kommt er nun bereits nach acht Spieltagen auf vier Einsätze. Und nicht nur das: Gegen die Iserlohn Roosters gelang ihm mit dem Treffer zum 3:0 auch sein erster Treffer als Profi. „Dieses Tor hat mir als Bestätigung für mich selbst echt gutgetan“, räumte er ein.
Weitere Einsätze werden folgen. Unabhängig davon, dass Torhüter Johan Mattsson wieder mit von der Partie ist, und auch Stürmer Luke Esposito im Training mitmischt – wenn auch ohne Körperkontakte. „Bis jetzt war es ein gutes Zeichen für das Team, dass es auf jeden Ausfall gut reagiert hat und andere Spieler in die Rolle geschlüpft sind. Wir haben gesehen, dass wir es auffangen können“, sagt Eakins. Auch dank Arbeitern wie Eric Uba, der sich für keine Aufgabe zu schade ist. Aus seiner Sicht gerne auch am Freitag bei den Fischtown Pinguins und am Sonntag (16.30 Uhr) im Heimspiel gegen Red Bull München.