Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Wie die Pfälzer Handballer im Sommer spielen könnten

Beim Pfälzer Handball Verband läuft die Suche nach kreativen Ideen.
Beim Pfälzer Handball Verband läuft die Suche nach kreativen Ideen.

Die Saison im Seniorenbereich des Pfälzer Handball Verbandes (PfHV) ist vorzeitig beendet worden. Präsident Ulf Meyhöfer möchte aber auch nicht bis Herbst warten, ehe die nächsten Wettbewerbe starten. Ideen gibt es hier für Aktive wie Jugendliche – vor allem an der frischen Luft.

„Wir können nicht immer nur die klassischen Wege gehen“, sagt Meyhöfer. Dass die Handballsaison in der Pfalz vorzeitig beendet worden ist, dafür habe es viel Verständnis von Seiten der Vereine gegeben. „Es sind alles Amateure, wir haben da auch eine Verantwortung“, sagt der Präsident vor allen Dingen mit Blick auf ein steigendes Verletzungsrisiko, sollte es dann auf einmal wieder in den Spielbetrieb gehen. „Gerade für die Kinder ist das aber natürlich schade, dass nicht mehr gespielt wird.“

Die Hoffnung ist hier, dass zumindest noch die Qualifikationsrunden für die Einteilung der Staffeln ausgespielt werden können. Zudem gibt es die Idee, den Pfalzgas-Cup im Sommer auszutragen. Alles nicht zwingend in Hallen, sondern auf Kleinfeldern unter freiem Himmel. Ein stückweit also zurück zu den Wurzeln.

Hoffen auf mehr Aufmerksamkeit

Hygieneauflagen seien im Freien deutlich einfacher umzusetzen. „Im Sommer steht oft die Luft in der Halle“, weiß Meyhöfer. Zudem ließe sich so auch die Aufmerksamkeit steigern, wenn so mancher Spaziergänger nun Handballer auf Spielfeldern sieht, vielleicht stehen bleibt und zuschaut. Besonders bei den Minis gehe es darum, einen Jahrgang zu gewinnen, der wegen Corona fehlt.

Doch auch die Aktiven kann sich der Präsident sehr gut im Freien vorstellen. Beispielsweise Pokalwettbewerbe, die auf Kleinfeldern ausgetragen werden, auch Saisonspiele. Denn derzeit werde darüber nachgedacht, die Spielzeit 21/22 bereits im Juni oder Juli zu starten, sollte es die Corona-Situation zulassen. „Im vergangenen Jahr wurden im Sommer viele Freundschaftsspiele ausgetragen, später ging dann nichts mehr.“

Was sagen die Vereine?

Zunächst einmal soll ein Meinungsbild eingeholt werden. „Wir wollen wissen, wie es in der Ferienzeit aussieht, ob sich die Vereine vorstellen kann, da zu spielen“, berichtet Meyhöfer – und schiebt nach: „Im Grunde hätten wir im vergangenen Jahr nach dem ersten Lockdown mit der Runde beginnen können. Aber da wusste natürlich keiner, wie sich das Virus entwickelt.“ Der Präsident ist überzeugt davon, dass Corona auch die nächste Spielzeit begleiten wird. Deswegen gehe es nun darum, kreative Lösungen zu finden, dass Handballer ihren Sport ausüben können.

Mehr zum Thema
x