Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Widerständen getrotzt: Eulen Ludwigshafen schuften sich zum Remis

Spielte nach der Pause stark: Sebastian Trost.
Spielte nach der Pause stark: Sebastian Trost.

Was für ein aufregendes Spiel: Die Eulen Ludwigshafen holten gestern Abend vor 1718 Zuschauern gegen VfL Lübeck-Schwartau ein 23:23 (9:10). Am Ende der Englischen Woche war das eine unglaubliche Energieleistung.

Zu verdanken hatten die Gastgeber den Teilerfolg ihrem Torhüter Ziga Urbic. Ziga, der Zauberer. Der Torhüter zeigte eine großartige Leistung, kam auf 16 Paraden. Weil sein Gegenüber Paul Dreyer, ein Eulen-Schreck, ebenfalls prima hielt, stand es zur Pause 9:10. Dreyer vereitelte kurz vor dem Halbzeitpfiff eine Chance von Finn Leun, der frei vor dem Keeper auftauchte. Die Quittung: Das 9:10 von Niko Blaauw. Auch Kapitän Max Haider scheiterte. „Ich habe ein gutes Spiel gemacht, aber wir haben den erhoffen Sieg nicht nach Hause gebracht“, sagte Urbic.

Die Eulen starteten furios in die Partie, nach einer Viertelstunde stotterte der Angriffsmotor – im Anschluss an das 7:4 durch Marc-Robin Eisel brauchte die Mannschaft acht Minuten, um das 8:7 zu erzielen.

Raguse schon wieder verletzt

Bitter: Mex Raguse feierte sein Comeback, in der 38. Minute musste der Halblinke jedoch erneut vom Feld. Diesmal verletzte er sich am anderen Knie.

Die zweite Halbzeit war ein leidenschaftlicher Schlagabtausch von beiden Mannschaften. Die Eulen lagen bis zur 50. Minute fast ständig mit zwei Toren in Rückstand. Marc-Robin Eisel gelang das 19:19. Dann fabrizierte ausgerechnet der in der zweiten Halbzeit überragende Sebastian Trost einen Fehlpass – 19:21.

Zum Remis gekämpft

Die Eulen kämpften, sie agierten phasenweise jedoch zu übeifrig. Aber sie schafften durch Kian Schwarzer tatsächlich das 23:22, nach dem Ausgleich vergab Schwarzer die große Siegchance, sein Wurf landete am Außennetz. „Vom Spielverlauf her müssen wir mit dem Unentschieden zufrieden sein“, folgerte Alexander Falk, das Geburtstagskind. Er wurde am Mittwoch 27 Jahre alt.

Das war das letzte Heimspiel der Eulen für sechs Wochen. Geschuldet ist das der Länderspielpause und dem Spielplan. Im November treten die Eulen bei TuS Ferndorf und beim VfL Eintracht Hagen an. Die nächste Partie in der Friedrich-Ebert-Halle ist am 10. Dezember gegen den HSC 2000 Coburg. „Die lange Pause ist natürlich schade. Der November ist ein nachfragestarker Monat, aber wir sind froh, dass wir die Termine überhaupt untergebracht haben“, sagte Geschäftsführerin Lisa Heßler.

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