FCK
Wichtige Nachricht für Matheo Raab
Nach vier Einsätzen in der vergangenen Saison war es nun sein erstes Drittliga-Spiel vor Fans. Das erste Spiel von Matheo Raab als Nummer eins der Roten Teufel. „Der Trainer hat mir gestern kurz vor dem Abschlusstraining gesagt, dass ich spiele“, verriet der 22-Jährige nach dem Schlusspfiff. FCK-Trainer Marco Antwerpen ließ lange offen, wer zum Saisonstart das Lauterer Tor hüten wird. Matheo Raab durfte bei der Generalprobe gegen den VfB Stuttgart 90 Minuten lang ran, hielt dort beim 2:0-Erfolg seinen Kasten ebenso sauber wie beim 4:0-Testspielsieg gegen Zweitligist SV Sandhausen.
„Wir haben die Trainingsleistung, die entscheidend ist, aber auch die Testspiele, die wir gemacht haben. Wir haben das Gefühl, dass er sehr fokussiert ist“, sagte Antwerpen zu der Entscheidung des Trainerteams. Mit der Leistung Raabs beim 0:0 gegen Eintracht Braunschweig war der 49-Jährige zufrieden: „Er hat es heute in der Summe gezeigt, dass es die richtige Entscheidung ist.“
In der zehnten Minute mussten Raab und seine Kollegen kräftig zittern, als sich Luc Ihorst auf der rechten Braunschweiger Seite durchsetzte und den in der Mitte freien Martin Kobylanski bediente. Dessen Direktabnahme landete am Pfosten. Der Torhüter wäre chancenlos gewesen. „Da hatten wir ein Quäntchen Glück“, gestand der gebürtige Weilburger, der in der Jugend bei den Sportfreunden Eisbachtal auch von Roman Weidenfellers Bruder trainiert wurde.
Ein ganz besonderer Tag
„Das war natürlich ein sehr schönes Gefühl. Gerade hier auf dem Betze vor Zuschauern“, meinte der 1,86 Meter große Schlussmann – ein sehr höflicher Mensch, der vergangene Saison hinter Avdo Spahic die Nummer zwei war. Raab konnte sich gegen Braunschweig auf eine sehr gute Defensive verlassen, aus der mit Boris Tomiak ein ebenfalls erst 22-Jähriger herausragte. „Zu Hause zu null, wir haben wenig zugelassen, darauf können wir aufbauen“, bilanzierte Raab. Natürlich war auch er angetan von der Stimmung, für die die 10.600 Anhänger sorgten. „Es hat sich angefühlt wie eine volle Hütte. Die Fans haben uns mega mitgerissen. Da kann man nur hoffen, dass das in Zukunft so weitergeht.“ Für Matheo Raab, der 2018 von Eintracht Trier ins Nachwuchsleistungszentrum der Roten Teufel wechselte und der insgesamt einen sicheren Eindruck hinterließ, wird es jedenfalls ein ganz besonderer Tag bleiben.
Kapitän Jean Zimmer meinte: „Ich glaube, wenn wir das 1:0 gemacht hätten, wäre es mit den 10.000 hier schon fast explodiert. Das hätte ich gerne erlebt.“ Zwei exzellente Gelegenheiten hatten die Roten Teufel im zweiten Durchgang. Doch Marlon Ritter (67.) wie auch Joker Kenny Prince Redondo (71.) scheiterten freistehend am starken Braunschweiger Torhüter Jasmin Fejzic.
„Der Betze hätte gebebt“
„Braunschweig hatte uns über viele lange Bälle erst einmal vor eine Aufgabe gestellt. Wir sind dann immer besser ins Spiel gekommen. In der zweiten Halbzeit war das eine sehr gute Leistung von uns. Vielleicht mal in einer letzten Minute ein Tor zu erzielen, hätte uns richtig gut getan. Der Betze hätte gebebt“, sagte Antwerpen. Auch er war froh, nach so langer Zeit wieder vor Fans spielen zu dürfen. Seine erste Partie mit Anhängern im Fritz-Walter-Stadion. „Das war ein überragendes Gefühl für jeden von uns“, schwärmte der Trainer.
Für Neuzugang Mike Wunderlich war es ein „typisches Auftaktspiel. Am Anfang haben beide Mannschaften ein bisschen gebraucht, um reinzukommen“, meinte der 35-Jährige – und schob nach: „In der zweiten Halbzeit waren wir aus meiner Sicht klar die bessere Mannschaft. Mit etwas Glück gewinnen wir das Spiel.“
Zur Sache: Sorgen um Hercher
Schon in der 15. Minute hielt sich Rechtsverteidiger Philipp Hercher am Samstag im Saison-Auftaktspiel gegen Eintracht Braunschweig die Leiste. Dominik Schad machte sich an der Außenlinie warm. Der 25-jährige Hercher, der zuletzt eine so starke Rückrunde spielte, biss zunächst auf die Zähne, versuchte es, wollte unbedingt weitermachen. In der 32. Minute musste er dann aber aufgeben, musste verletzt vom Rasen. Für ihn kam Schad zu seinem ersten Pflichtspieleinsatz seit neun Monaten, seit er am 21. Oktober 2020 gegen Ingolstadt einen Wadenbeinbruch erlitten hatte. Eine Diagnose steht noch aus. FCK-Trainer Marco Antwerpen hofft, dass es nichts Schlimmeres ist bei Hercher: „Ihm ist es im Adduktorenbereich ein bisschen reingezogen. So, dass es erst einmal nicht weitergehen konnte.“
