Radsport
Wenn Eltern die größten Sponsoren sind
Die „Kleinen“ brachten gerade vier Gold-, drei Silber- und zwei Bronzemedaillen von den deutschen Bahnradmeisterschaften des Nachwuchses in Köln mit, die beiden Großen, Alessa-Catriona Pröpster und Katharina Albers, bereits mehrfach als internationale Medaillensammlerinnen aufgefallen, holten Silber und Bronze beim Nations-Cups in St.Petersburg – und der Größte, Timo Bichler, ist auf Tokio fokussiert. „Er ist nach Jan van Eijden und Miriam Welte das dritte Teammitglied, das aus der Jugend heraus den Sprung zu Olympia geschafft hat“, hob Frank Ziegler die Vorbildfunktion von Spitzenathleten hervor, „das macht uns stolz“.
Ein tolles Trio
In Köln holte Anne Slosharek aus Ludwigshafen, am Montag 16 Jahre jung geworden, quasi aus dem Nichts drei Titel. Davor zog auch Olympiasiegerin Miriam Welte, die neben Frank Ziegler die Sportliche Leistung inne hat, den Hut. Die drei Jungs Luca Spiegel, Henric Hackmann und Torben Osterheld überzeugten mit dem Sieg im Teamsprint, nicht zuletzt, weil Ziegler seinen taktischen Kniff im Training häufig üben ließ. „Das ist ein tolles Trio, die sind eine echte Einheit“, lobte der Coach seine Athleten. Spiegel wird zur Junioren-WM nach Kairo fliegen. „Es war schwierig, in Corona-Zeiten sich zu motivieren, weil zu viele Veranstaltungen abgesagt oder verschoben wurden“. Aber es läuft ja wieder.
Pröpster will weitere Medaillen
Internationale Perspektiven haben demnächst auch Pröpster und Albers – bei den Europa- und Weltmeisterschaften in Apeldoorn, Litauen und Grenchen. „Kiki“ Albers hatte zuletzt Verletzungssorgen, Pröpster will nach weiteren Einzelmedaillen und Titeln greifen. Sie alle wurden gestern von ihren Eltern zur Vorstellung begleitet. „Eigentlich die größten und zuverlässigsten Sponsoren“, wie der Vizepräsident des Bundes Deutscher Radfahrer, Günter Schabel, danksagend betonte. Der Bundesverband ist froh, solche Teams mit solchem Engagement im Nachwuchssport zu haben. Und wenn es dann einer zu Olympia schafft, umso schöner ...