Eishockey RHEINPFALZ Plus Artikel Warum dieser Sieg für die Adler-Fans doppelt und dreifach süß schmeckt

Marc Michaelis bejubelt sein Tor zum 1:0 für die Adler.
Marc Michaelis bejubelt sein Tor zum 1:0 für die Adler.

Nun lachten die Adler Mannheim gegen die Löwen Frankfurt doch als Letzte, jedenfalls in der ausklingenden Hauptrunde der Deutschen Eishockey-Liga. Für die Fans Balsam.

Die Adler beendeten im Prestigeduell, das mit 11.955 Zuschauern weit entfernt von einer ausverkauften SAP-Arena war, gleich mehrere Serien. Die von Matthias Plachta zum Beispiel. Der „Torjäger außer Dienst“ beendete mit dem 2:0 in der Schlussminute seine Serie von elf Partien ohne eigenen Treffer. Dass die Löwen da bereits ohne Torhüter agierten, dürfte dem 33-Jährigen dabei herzlich egal gewesen sein. Kristian Reichel legte außerdem noch zum 3:0-Endstand nach.

„Wir müssen uns das Selbstvertrauen wieder erarbeiten“, hatte Geschäftsführer Matthias Binder vorab gefordert. Die Tore zum Endstand waren dabei ein guter Schritt, zumal das 1:0 durch Marc Michaelis nach Vorarbeit von Tom Kühnhackl auch noch am Ende eines tollen Spielzuges stand.

Ende nicht nur einer miesen Serie

Die nächste Serie endete mit dem Schlusspfiff. Nach drei Niederlagen in Serie feierten die Mannheimer gemeinsam mit ihren Fans endlich wieder einen Sieg. Trainer Dallas Eakins sprach dabei allerdings lediglich von einer „Ergebniskrise“: „Unsere Leistung an sich hat gestimmt.“ Eine Analyse, die in den anstehenden Play-offs nur bedingt weiterhilft. Dort zählt nun einmal nur das Ergebnis. Umso wichtiger, dass sich die Adler zum Ende der DEL-Hauptrunde auch in dieser Hinsicht freischwimmen.

Und dann war da natürlich noch die, aus Sicht der Fans, unerfreulichste Serie überhaupt. „Wir wissen, was diese Spiele gerade für unsere Anhänger bedeuten“, hatte Eakins schon die gesamte Saison über fast in Endlosschleife vor allen Begegnungen betont. Im letzten Versuch folgten den Worten endlich Taten, vermieden die Adler nach dem 0:2 vor eigenem Publikum und vor allem dem 1:5 Anfang des Jahres beim DEL-Winter-Game die vierte Demontage und damit, mit Blick auf Kader und Tabellensituation, die völlige Blamage gegen den Derbyrivalen.

Viertelfinalgegner steht fest

Und dies könnte letztlich doppelt süß schmecken, denn die Adler schoben sich erneut auf den vierten Tabellenplatz, treffen damit im Viertelfinale auf den EHC München und hätten aktuell Heimrecht sowohl zum Aufakt als auch in einem entscheidenden siebten Spiel der Serie. Frankfurt rutschte zudem durch die Niederlage auf den elften Platz und damit vor dem Freitag erstmal aus der ersten Play-off-Runde. Aus Sicht der Mannheimer Fans mit die beste Nachricht des Abends.

Die Adler beenden die Punktrunde am Freitag, 19.30 Uhr, in der SAP-Arena gegen die Eisbären Berlin.

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