1. FC KAISERSLAUTERN RHEINPFALZ Plus Artikel Vor der Rückkehr mit dem FCK nach Kiel: Hanslik und das Tor für die Ewigkeit

Kopfbälle – nicht unbedingt die Lieblingsbeschäftigung von Daniel Hanslik (rechts).
Kopfbälle – nicht unbedingt die Lieblingsbeschäftigung von Daniel Hanslik (rechts).

Daniel Hanslik hat sich mit seinem Tor zum 1:0 im Relegationsrückspiel in Dresden einen wichtigen Platz in der Geschichte des 1. FC Kaiserslautern erarbeitet. Dabei hat der Offensivspieler einiges in Kauf genommen. Nun trifft er mit dem Fußball-Zweitliga-Aufsteiger auf seine Vergangenheit.

Es ist der 24. Mai 2022. Dresden, Rudolf-Harbig-Stadion. Rückspiel der Relegation zwischen Dynamo und dem 1. FC Kaiserslautern. Die 59. Spielminute ist angebrochen. Marlon Ritter treibt den Ball in die gegnerische Hälfte, passt an die Grenze des Strafraums auf Mike Wunderlich. Der Routinier legt ebenso schnell wie gekonnt mit der Hacke auf Daniel Hanslik ab – und der schießt den Ball zum 1:0 für die Roten Teufel ins Netz. Es ist Hansliks zweiter Treffer 2022 und wohl auch der wichtigste seiner bisherigen Karriere, denn mit ihm öffnet er die Pforte zur Zweiten Liga sperrangelweit. Der FCK gewinnt die so wichtige Partie mit 2:0.

Zwei Monate sind seitdem vergangen. Die neue Saison hat mittlerweile begonnen. Ein bisschen aber ist Daniel Hanslik noch immer der Aufstiegsheld. „Es taucht in den sozialen Medien ja immer wieder auf“, sagt der 25-Jährige. Wie ein Zweitligaprofi fühlt er sich allerdings aktuell nicht. Noch nicht. „Für mich ist man das erst, wenn man mal 40, 45 Spiele in dieser Liga gemacht hat.“

Zwei Zweitliga-Einsätze – für zwei Klubs

Zwei Einsätze schlagen für Hanslik im Unterhaus des deutschen Fußballs bislang zu Buche. Am vorigen Freitag kam er beim 2:1 gegen Hannover 96 nach 84 Minuten für Mike Wunderlich auf den Rasen. Seine Premiere hatte er am 1. September 2019 gefeiert. Gegen Erzgebirge Aue spielte er 82 Minuten – für Holstein Kiel, das an diesem Samstag Gastgeber des 1. FC Kaiserslautern ist (13 Uhr, live bei Sky und im Liveblog bei rheinpfalz.de). Von 2019 bis 2021 stand er bei Holstein unter Vertrag. Allerdings wurde er schon nach einem halben Jahr erstmals ausgeliehen, an Hansa Rostock. Die zweite Leihe führte ihn nach Kaiserslautern. Zum 1. Juli vorigen Jahres verpflichtete der FCK den Offensivspieler fest. Der Vertrag endet am 30. Juni 2023.

Kiels Sportchef Uwe Stöver, ehemals unter anderem Sportdirektor und Leiter des Nachwuchsleistungszentrums der Lauterer, freut sich für Hanslik, der bei Holstein Kiel unter Stövers Fittichen stand. Der 55-Jährige sieht die im Profigeschäft durchaus übliche Handlungsweise als in diesem Fall als aufgegangen an, Spieler zunächst an klassentiefere Klubs zu geben. Im Sinne derer eigener Entwicklung.

Eine besondere Reise

Und FCK-Trainer Dirk Schuster weiß, dass „Hansi“ sich hochmotiviert „reinhauen“ wird – falls der Offensivspieler gegen seinen einstigen Arbeitgeber zum Einsatz kommt.

Hanslik hegt größten Respekt vor dem KSV. Jahr für Jahr verliere der Klub gefühlt seine Leistungsträger und Säulen und biete dennoch immer wieder eine konkurrenzfähige Mannschaft auf, sagt er. Am meisten beeindruckt ihn Alexander Mühling. Der 29-jährige Mittelfeldspieler könne von seinen Anlagen her womöglich auch höher spielen. Beim 2:2-Auftaktremis in Fürth markierte Mühling mit einem verwandelten Strafstoß den Endstand. Im Allgemeinen habe die Kieler Elf eine hohe Qualität und Erfahrung. Spieler wie Fiete Arp, der nun einen neuen Anlauf nehme, Lewis Holtby, Julian Korb, Johannes van den Bergh oder Philipp Reese nennt Hanslik exemplarisch. „Das ist eine Mannschaft, bei der man sehr aufpassen muss“, betont er.

Tempoläufe und ganz viel Fleiß

In der vergangenen Spielzeit war Hanslik Kaiserslauterer Stammkraft. Bei 35 Einsätzen erzielte er sechs Tore. Welche Rolle ihm unter dem neuen Trainer Dirk Schuster zuteil wird, ob der Bankplatz zum Auftakt eine taktikbedingte Ausnahme war oder ein Fingerzeig, bleibt abzuwarten. Was Hanslik einbringen kann, dürfte auch Schuster schätzen: Tempoläufe auf den Flügeln, unerbittliches Pressen des Gegners im Spielaufbau, Flanken, Abschlüsse, wenn sich die Chance bietet. „Ein großer Trickser bin ich nicht“, sagt Hanslik und lacht.

FCK aktuell

Alles zum FCK-Spiel am Samstag um 13 Uhr in Kiel lesen Sie ganz aktuell unter www.rheinpfalz.de und ab dem frühen Sonntagmorgen in der Digitalausgabe/E-Paper der RHEINPFALZ am SONNTAG.

An dieser Stelle finden Sie ein Video via Glomex.

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