Sport Vertrauen in junge Garde
KAISERSLAUTERN. Jetzt hat er es auch Schwarz auf Weiß: Der neue Vertrag zwischen Konrad Fünfstück und dem Fußball-Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern ist unterschrieben. Der 35-Jährige, seit vier Wochen im Amt, hat seit gestern Abend einen bis 30. Juni 2017 laufenden Kontrakt als Cheftrainer der Profis.
Das Arbeitspapier ist, bei gleicher Laufzeit, umgewandelt worden – aus dem Leiter des Nachwuchsleistungszentrums und U23-Trainer ist auch formal der Nachfolger von Kosta Runjaic geworden. Auch Assistent Marco Grimm (43) hat einen angepassten, ebenfalls bis 2017 gültigen Vertrag. Morgen (13 Uhr) wartet die nächste große Aufgabe auf Fünfstück und sein Team – das noch nicht ganz ausverkaufte Derby beim Karlsruher SC. Der FCK will nach der Flaute beim 0:1 zuletzt in Sandhausen wieder treffen. „Ich muss unsere Stürmer in Schutz nehmen – natürlich haben wir in Sandhausen viele Chancen liegen lassen“, sagt Fünfstück, „aber in den beiden Spielen zuvor haben wir auch einige Tore erzielt. Ich habe Vertrauen in unsere jungen Stürmer.“ Während er wieder auf den Zweiersturm Antonio Colak/Kacper Przybylko (beide 22) setzt, muss Fünfstück auf Rechtsverteidiger Jean Zimmer verzichten (wir informierten). Der „Turbo“ hat in Sandhausen einen Muskelfaserriss erlitten und fällt für einige Spiele aus. Der FCK-Trainer erwägt, den nach verbüßter Rotsperre wieder freien Patrick Ziegler für Zimmer verteidigen zu lassen. Dann könnte Daniel Halfar rechts vor Ziegler rücken und Ruben Jenssen für Halfar im Mittelfeldzentrum spielen. Für Rechtsverteidiger Michael Schulze, der nach seiner Achillessehnen-Reizung noch Trainingsrückstand hat, kommt die Partie des Zehnten beim Tabellenzwölften KSC etwas zu früh. Das A und O für Fünfstück: „Wir müssen uns häufiger belohnen“, sagt der Chefcoach. Dabei setzt er auch auf Colak. Der Stürmer, der seit Anfang August auf Leihbasis beim FCK ist, hat bei den beiden ersten Zweitliga-Partien Fünfstücks je ein Tor erzielt. Beim 2:1 zum Einstand des Übungsleiters beim Spiel in Bochum traf Colak zum 1:0 und bereitete das 2:0 vor; beim 3:0 gegen Düsseldorf erzielte er das 3:0. „Ich bin schon von klein auf Stürmer und habe immer meine Tore geschossen“, sagt der in Ludwigsburg geborene Deutsch-Kroate, „und das verlernt man ja nicht.“ Der 1,88 Meter große Angreifer ist überzeugt davon, dass es bald wieder klappt mit dem erfolgreichen Abschluss. In Sandhausen hatte er drei gute Chancen. Stets aber war der starke Ex-FCK-Keeper Marco Knaller im SVS-Tor zur Stelle. Colak, mit seinem katastrophalen Querpass vor dem 1:2 einer der Pechvögel des 1:3 in Heidenheim und dann wieder einer der gefeierten Helden der Siege in Bochum und gegen Düsseldorf, hat in den zehn Wochen Pfalz schon einiges erlebt – inklusive des Trainerwechsels. „Wir Stürmer müssen auch bei Konrad Fünfstück viel nach vorne und hinten arbeiten, viele Kilometer abspulen“, sagt Colak, „das ist der erste Baustein dafür, ein Tor erzielen zu können.“ In der vergangenen Saison stürmte der 1,88-Meter-Mann für Lechia Gdansk in der Ersten Liga in Polen. „Da wird noch härter, noch robuster gespielt, manche Dinge werden auch nicht abgepfiffen“, meint Colak, „spielerisch ist die Zweite Liga in Deutschland im Schnitt etwas besser.“ Auch Colak freut sich auf das Derby morgen beim KSC, für den der ehemalige kroatische Junioren-Nationalstürmer in der U19 gekickt hat.