Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Verbandsligist TuS Steinbach: Immer noch auf einem Ausflug

Einsatzfreudig: Steinbachs Armen Hayrapetyan (links).
Einsatzfreudig: Steinbachs Armen Hayrapetyan (links).

Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Doch im Fall der Donnersberger Fußballer des TuS Steinbach sieht die Prognose derzeit miserabel aus.

Das Team von Trainer Christoph Heinrich ziert wieder das Tabellenende der Verbandsliga. Der Rückstand auf das rettende Ufer ist mit derzeit zwölf Punkten groß. Gut möglich, dass das Abenteuer Verbandsliga nach nur einer Spielzeit im Mai wieder zu Ende ist. Heinrich ist keiner, der schnell aufgibt. Doch der Coach des TuS Steinbach ist auch Realist. Wenn er sich den aktuellen Tabellenstand betrachtet, dann sagt der 30-Jährige: „Die Luft wird für uns leider immer dünner.“

In der Winterpause haben die Steinbacher aufgerüstet. Vom Bezirksligisten SG Rockenhausen/Dörnbach verpflichtete der TuS in Stepan Epifanov einen Offensivspieler. Zudem verstärkte mit Mika Herbert ein 19-jähriger Innenverteidiger, der beim SV Morlautern in der A-Jugend als Kapitän agierte, die Defensive. Der Königstransfer im Winter war die Verpflichtung von Patrick Wolf, Sohn des Proficoaches Wolfgang Wolf. Der 33-Jährige bringt die Erfahrung von 87 Drittliga- und 120 Regionalligaspielen mit. Doch die ersten beiden Spiele nach der Pause gingen verloren. Am vergangenen Wochenende unterlag Steinbach dem TSV Gau-Odernheim mit 0:4. Bitterer war aber das 1:3 eine Woche davor beim direkten Konkurrenten SV Hermersberg.

„Fühlen uns in der Landesliga wohler“

„Es sieht danach aus, dass wir absteigen“, gibt Markus Buhl-Bohlander, der Klubvorsitzende und Teamchef der Steinbacher, zu Protokoll. Er befindet: „Nach diesem Re-Start ist die Situation sehr schwer. Man weiß zwar nicht genau, wie viele Mannschaften am Saisonende absteigen, drei oder eben fünf. Aber selbst bei nur drei Absteigern haben wir aktuell einen Rückstand auf den viertletzten Tabellenplatz von satten acht Punkten. Von vorne herein war klar. Wir haben die Verbandsliga sportlich geschafft, also sind wir hoch, aber wir sehen diese Saison immer noch als Ausflug. Denn eigentlich fühlen wir uns in der Landesliga viel wohler.“

Die Aussagen des Vorsitzenden lassen vermuten, dass der TuS den Ligaverbleib nicht mit Biegen und Brechen schaffen will. In der Winterpause hat der Klub mit Coach Heinrich für zwei weitere Spielzeiten verlängert. Unabhängig davon, in welcher Liga die Steinbacher spielen werden. Ein Trainerwechsel beim TuS bis zum Saisonende, um vielleicht im Abstiegskampf dem Team einen Schub zu geben, wird es wohl nicht gehen. Oder? „Das ist nicht angedacht, nein“, erklärt Buhl-Bohlander.

Tür für Schulz bleibt offen

Der Vorsitzende betont, dass die Planungen für die nächste Runde schon laufen. „Natürlich zweigleisig“, so Buhl-Bohlander, der klar macht: „Wir sind den Weg zusammen hochgegangen und ich erwarte, dass wir den auch zusammen nach unten gehen.“ Heißt: Der Vorsitzende hofft, dass es bei einem Abstieg nicht zu einem Zerfall des aktuellen Kaders kommt.

In der Winterpause hatte der bisherige Torjäger Danny Schulz überraschend beim rheinhessischen Bezirksligisten TuS Framersheim angeheuert. „Unser Ex-Coach Timothy Hanauer ist dort hingewechselt und hat angefragt, ob wir ihn freigeben“, erzählt Buhl-Bohlander und sagt: „Dem haben wir zugestimmt, aber die Tür bleibt für einen Danny Schulz immer offen.“

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