Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Ungenauigkeiten und unschöne Szenen bei FKP-Sieg in Ludwigshafen

Lukas Hartlieb (links), der hier die Pirmasenser David Becker (Bildmitte) und Jonas Vogt auf Abstand hält, leitete die einzige T
Lukas Hartlieb (links), der hier die Pirmasenser David Becker (Bildmitte) und Jonas Vogt auf Abstand hält, leitete die einzige Torchance der Arminia ein. Im Hintergrund die »begrünten« Ränge der großen Arena.

Der FK Pirmasens erweist sich auch beim 1:0-Sieg in Ludwigshafen als abwehrstark. Bei der Chancenverwertung gibt es dagegen noch einiges zu verbessern. Sergen Tok freut sich riesig über das erste Oberligator seiner Karriere. Am Dienstag kommt ein Neuling auf die Husterhöhe.

Einige Minuten nach dem Abpfiff im Südweststadion: Sergen Tok strahlte, war einfach glücklich. Mit 26 Jahren hatte er es geschafft, das erste Oberligator seiner Karriere als Fußballer zu erzielen. Und Toks 1:0 war zugleich das Siegtor für seinen neuen Verein, den FK Pirmasens, in der Partie beim FC Arminia Ludwigshafen.

Sergen Tok hatte zuvor nur bei eher kleineren Adressen in Kaiserslautern Fußball gespielt. In der Jugend war er beim VfR Kaiserslautern am Ball, dann lief er für den SV Wiesenthalerhof und bis Ende vergangener Saison für den TuS Hohenecken auf. Dort empfahl sich der schnelle Offensivspieler vergangene Runde mit 17 Toren in 20 Verbandsliga-Einsätzen für höhere Aufgaben. Der FKP und dessen Sportlicher Leiter, der Lauterer Marco Steil, wurden auf ihn aufmerksam und holten ihn auf die Husterhöhe. In den ersten beiden Oberliga-Saisonspielen wurde er eingewechselt, gegen Diefflen und nun in Ludwigshafen gehörte er zur Startelf.

„Etwas Besonderes“

Es lief die siebte Minute in der einst riesigen, jetzt noch für 6000 Zuschauer zugelassenen Arena, als der Ball nach einer Hereingabe von Luka Dimitrijevic im Strafraum Tok vor die Füße fiel. Der neue FKP-Stürmer zog sofort ab und traf mit einem platzierten Schuss. „Das erste Oberligator zu schießen und damit den Sieg einzufahren, ist klasse“, sagte Tok nach dem 1:0-Erfolg, den sich aber „das ganze Team in gefühlten 90 plus zehn Minuten“ verdient habe. Für ihn sei es schon „etwas Besonderes“, jetzt in richtigen Stadien zu spielen, erzählt der im Lebensmittel-Einzelhandel arbeitende Tok. Den Job bei Netto in Kaiserslautern könne er bisher gut mit dem viel Zeit erfordenden Oberligafußball in Pirmasens unter einen Hut bringen: „Ich kann das mit meiner Chefin regeln.“ An die höhere Trainingsbelastung habe er sich „gewöhnt“, er fühle sich beim FKP wohl.

Tok und seine Teamkollegen hätten in Ludwigshafen mehr als dieses eine Tor machen können, ja müssen. „Auf dem Platz war es aber auch relativ schwer, weil das Gras ziemlich hoch stand und der Ball dadurch langsam wurde“, lieferte Tok einen Grund für die vergebenen Chancen. So blieb es bis zum Abpfiff nach 90 plus fünf Minuten spannend – „unnötig“, wie auch Martin Gries anmerkte. Der FKP-Trainer fand die Aktionen seiner Mannschaft „im letzten Augenblick vorm Tor des Gegners zu ungenau“.

Nickeligkeiten

Es war eine Partie mit vielen Nickeligkeiten, die in einer Roten Karte für Arminia-Regisseur Nico Pantano in der 65. Minute und unschönen Szenen nach dem Abpfiff beim Gang in die Kabine gipfelten, „Das Foul von Hartlieb gegen Luka Dimitrijevic war noch viel härter als das von Pantano gegen Dennis Krob. Es war ein intensives Spiel mit vielen, auch harten Zweikämpfen“, resümierte Gries und fügte hinzu: „Der Schiedsrichter hatte keine Linie, hatte es aber auch nicht einfach.“ Den Coach freute es, dass seine Mannschaft nun in drei von vier Spielen ohne Gegentor geblieben ist. Die Arminia hatte nur eine echte Torgelegenheit, als Bastian Hommrich nach einer Flanke des Ex-Hauensteiners Lukas Hartlieb – der sonstige Innenverteidiger agierte im rechten Mittelfeld – frei zum Kopfball kam. Der souveräne FKP-Keeper Benjamin Reitz parierte da hervorragend.

Bereits am Dienstag geht es für den FKP weiter. Um 20 Uhr ist im Framas-Stadion Anpfiff zum Heimspiel gegen Oberliga-Neuling FC Bitburg.

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