Kegeln RHEINPFALZ Plus Artikel TuS Gerolsheim holt Landespokal

Der Pokal war die erste Veranstaltung nach sieben Monaten Lockdown im Ludwigshafener „Classic-Treff“.
Der Pokal war die erste Veranstaltung nach sieben Monaten Lockdown im Ludwigshafener »Classic-Treff«.

Rheinland-Pfalz ist rot-weiß – zumindest im Kegelsport. Beim Pokalwettbewerb des Landesfachverbandes (LFV) sicherte sich der TuS Gerolsheim den Sieg und den Einzug in den Pokalwettbewerb des Deutschen Keglerbundes Classic (DKBC). Abgesehen vom neuen Titelträger freuten sich noch zwei weitere Vereine.

Nach langen Monaten der Stille erklingen sie endlich wieder, die „Holz, Holz, Holz“-Rufe im Kegelcenter „Classic-Treff“ in Ludwigshafen. Acht Teams aus Rheinland-Pfalz trafen sich in der Oggersheimer Halle, um sich im LFV-Pokal zu messen. Besonders gut war die Stimmung natürlich beim TuS Gerolsheim. „Das fühlt sich sehr gut an“, freute sich TuS-Kegler Kevin Günderoth über den Pokalsieg. Sein Team setzte sich Finale gegen den SKK Rapid Pirmasens mit 6:2 durch. Zuvor hatten die Rot-Weißen im Halbfinale den favorisierten KSV Kuhardt mit 5:3 bezwungen.

„Wir haben gegen Kuhardt eine geschlossene Mannschaftsleistung gezeigt, hatten aber auch ein Glückslos, da die Mannschaft im Pokal nicht taktieren kann“, wertete Günderoth. Jürgen Staab, Vorsitzender des TuS Gerolsheim, hofft, im deutschen Pokal auf ein Erstligateam – am liebsten auf Meister Rot Weiß Zerbst – zu treffen. Günderoth ist da ganz bei ihm. „Ich hoffe, dass wir irgendwann auf einen starken Erstligisten treffen. Einen Wunschgegner habe ich überhaupt nicht. Ich möchte einfach spielen und freue mich, wenn die Runde wieder losgeht.“

Sembacher Jubel

Für den KSV Kuhardt kam es nach der unerwarteten Halbfinalniederlage noch dicker, denn er verlor auch das Spiel um Platz drei gegen die KF Sembach und verpasste damit den Einzug in den DKBC-Pokal. Großer Jubel also bei den Sembachern, die sich ebenso für den DKBC-Pokal qualifizierten wie die beiden Finalisten.

Doch nicht nur die Kegler aus Gerolsheim, Pirmasens und Sembach hatten ein schönes Wochenende. Alle Mannschaften waren froh, endlich wieder auf Wettkampfebene kegeln zu dürfen. Dass die Teams auf gutem Niveau kegelten, war den Gastgebern zu verdanken. „Die Leute hatten Spaß, und sportlich war es endlich wieder eine Herausforderung. Die Bahnen waren gut präpariert. Ich war sehr zufrieden mit dem Wochenende“, erklärte Karl Diendorf, Geschäftsführer des „Classic-Treff“. Er darf in der neuen Saison wieder regelmäßig das Heimteam SKC Mundenheim in seiner Halle begrüßen.

Neuer Schwung

Karl Diendorf war glücklich, dass wieder Betrieb in seinen Hallen herrschte. „Ich bin sehr zufrieden. Nach fast sieben Monaten und dem Lockdown war das die erste sportliche Veranstaltung“, freute sich der Geschäftsführer über den Besuch.

Für die Ludwigshafener war der Pokalwettbewerb eine willkommene Vorbereitung auf die kommende Saison. Auch für die neuen Teams, die aus der Deutschen Classic-Kegler Union zum Deutschen Keglerbund Classic gewechselt sind, war es der erste 120-Wurf-Wettkampf in diesem Jahr. „Das gibt ein gutes Gefühl und einen guten Schwung“, sagte TuS-Spieler Kevin Günderoth.

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