FCK RHEINPFALZ Plus Artikel Topspiel in Braunschweig: Reizvolle Reifeprüfung für Rote Teufel

Feste Größe – nicht nur auf der linken Seite: Hendrick Zuck (Mitte), derzeit oft FCK-Kapitän.
Feste Größe – nicht nur auf der linken Seite: Hendrick Zuck (Mitte), derzeit oft FCK-Kapitän.

Der 1. FC Kaiserslautern steht vor einem Jahresausklang, der Hochspannung verspricht. Im Fußball-Drittliga-Spitzenspiel an diesem Samstag (14 Uhr) gastieren die Lauterer bei Eintracht Braunschweig. Ein FCK-Profi wartet mit einer besonderen Bilanz auf und erklärt die Bausteine einer beachtlichen Serie.

In beiden Lagern herrscht weihnachtliche Vorfreude. Das letzte Adventswochenende hat für Eintracht Braunschweig, den Tabellenzweiten der Dritten Fußball-Liga, und den ebenso formstarken Sechsten des Klassements, den 1. FC Kaiserslautern, ein äußerst reizvolles Duell zu bieten: Vor dieser Partie des ersten Rückrunden-Spieltags an diesem Samstag (14 Uhr, Liveblog auf rheinpfalz.de; TV: SWR, NDR; Streaming: Magenta Sport) trennen beide Teams drei Punkte.

Die Eintracht hat zuletzt dreimal in Serie gewonnen, der FCK zweimal. Beide Topteams haben vier ihrer letzten fünf Punktpartien siegreich gestaltet. „Jetzt beginnt in meinen Augen die Phase der Reifeprüfung“, sagte Rainer Keßler, der Aufsichtsratsvorsitzende des FCK, dieser Tage im RHEINPFALZ-Gespräch. Nach dem Rückrundenauftakt für die Lauterer nun in Braunschweig gastiert nach der Weihnachtspause am 15. Januar der aktuelle Überraschungsfünfte Meppen im Fritz-Walter-Stadion.

„Es macht gerade einfach richtig Spaß“

FCK-Trainer Marco Antwerpen ist guter Hoffnung, dass sein Ensemble „unser allerbestes Spiel in dieser Saison“ auf den Braunschweiger Platz bringen wird. Entsprechend groß ist die Vorfreude auch beim Lauterer Außenbahnspieler Hendrick Zuck. Das hat weniger etwas mit Zucks Eintracht-Vergangenheit zu tun – „das ist ja jetzt auch schon ein paar Jahre her“ – als vielmehr mit der aktuellen Stimmung bei den Roten Teufeln. „Es macht gerade einfach richtig Spaß“, lässt der 31-Jährige wissen. Zuck ist Vizekapitän und trägt derzeit häufig die Spielführerbinde, weil Amtsinhaber Jean Zimmer des Öfteren nur auf der Bank saß oder wie zuletzt wegen eines grippalen Infektes gar fehlte.

Keine Niederlage mit Zuck als Kapitän

Zufall oder nicht: Von den neun Hinrundenspielen, in denen Zuck den FCK als Kapitän auf den Platz führte, verloren die Roten Teufel keines und gewannen sieben davon.

Dass es so gut läuft, führt der erfahrene Profi zu einem wichtigen Teil auf die im September erfolgte Systemumstellung zurück: Dreierabwehrkette und zudem ab der Partie in Verl eine Mittelfeldraute. Damit kommt das Team gut zurecht, auch mit den kurzfristigen taktischen Varianten im Spiel. Nach dem 0:1 am 4. September beim aktuellen Primus Magdeburg und dem Wechsel zurück auf Dreierabwehr verlor der FCK nur einmal, 0:2 gegen Würzburg. Zuck selbst, zudem ein wichtiger Mann für Standards und zuverlässiger Eckenschütze, liegt seine eigene Rolle auf der linken Seite dabei sehr. Bei Bedarf wird die Dreierreihe defensiv zur Fünferkette. „Perfekt für mich“, findet Zuck. „Ein Zwischending zwischen Mittelfeld und Abwehr. Als Pendelspieler kann ich mehr Richtung gegnerisches Tor unternehmen.“ Auf seiner Seite wird Zuck halblinks im Mittelfeld meist von Mike Wunderlich (35) unterstützt. Die zwei Teamältesten ergänzen sich gut. Gemeinsam sind sie auch im Mannschaftsrat, dem außerdem Kapitän Zimmer, Kevin Kraus und Torwart Matheo Raab angehören. Jenes Gremium, erzählte Zuck, sitze vor allem seit besagten Krisentagen im September etwa einmal pro Woche im Trainerbüro. Dort bespreche man mit Antwerpen und seinen Assistenten alles Mögliche rund um Team und Taktik. Für Zuck ist dies ein weiterer wichtiger Erfolgsgrund.

90 Minuten Vollgas vor der Weihnachtsruhe

Den Gegner aus Braunschweig sieht Zuck als „clevere Mannschaft mit vielen erfahrenen Spielern“ und „gut im Umschaltspiel“. Und dann rückt bei Zuck die Freude auf den Urlaub in den Vordergrund. Es ist das erste Weihnachten mit dem im Frühjahr geborenen Sohn Theo, dem kleinen Bruder von Stammhalter Paul (3). „Ruhige Tage in der Region und mit der Familie“ sind der Plan. „Und mal zumindest ein paar Tage nicht an Fußball denken.“ Doch erst sind noch einmal 90 Minuten Vollgas gefordert.

An dieser Stelle finden Sie ein Video via Glomex.

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