Sport RHEINPFALZ Plus Artikel SV 64 Zweibrücken mit Freude am Handball

Lebt mit seiner Mannschaft: Stefan Bullacher.
Lebt mit seiner Mannschaft: Stefan Bullacher. Foto: MOSCHEL

Acht Spiele, acht Siege, tolle Zuschauerzahlen. Beim Oberliga-Spitzenreiter SV 64 Zweibrücken herrscht richtig gute Laune. Alle freuen sich aufs Topspiel am Samstag (18 Uhr) gegen den Tabellenvierten HF Illtal.

1000 Zuschauer beim Spiel gegen Aufsteiger Dillingen/Diefflen. 1200 Zuschauer beim Zweibrücker Oberliga-Stadtderby. Restlos ausverkauft die Partie gegen Offenbach in der kleineren Ignaz-Roth-Halle. Nach Völklingen begleiteten 150 Fans den SV. Die Euphorie ist groß. „Wir genießen, wie es gerade läuft. Aber wir bleiben realistisch“, erdet Trainer Stefan „Bulli“ Bullacher Mannschaft und allzu euphorische Fans immer wieder. Im Vorbeigehen gewinnen die Zweibrücker ihre Spiele nicht. Vor dem Erfolg steht harte Arbeit, wie zuletzt gegen Offenbach.

Enge Verbindung zwischen Fans und Team

In dieser lange offenen Partie zeigte sich, wie wichtig die enge Verbindung zwischen Fans, die ihr Team bedingungslos anfeuerten, und Mannschaft ist. „Unsere Fans sind einmalig“, lobt Bullacher. Der ist nach Ende seines Engagements in Hochdorf und einer mehrmonatigen Handballpause im zweiten Jahr wieder Trainer der SV-Herren, die er zuvor schon 21 Jahre trainierte.

Diese enge Bindung zwischen Mannschaft und Fans, aber auch innerhalb der Mannschaft, ist unter anderem darin begründet, „dass 13 von 15 unserer Spieler schon bei uns in der Jugend gespielt haben“, sagt Bullacher und bestätigt: „Ja, wir ernten jetzt Früchte unserer Jugendarbeit“. Jungs, die beim SV ausgebildet wurden, schlossen die Lücken im Mannschaftsgefüge: Vom Drittligisten Dansenberg kehrte Marc-Robin Eisel zurück. Er spielt wieder zusammen mit Tim Schaller und Kian Schwarzer, mit denen er 2016 im SV-Trikot in der B-Jugend im Halbfinale um die deutsche Meisterschaft stand. Aus Illtal kamen Tobias Alt und Tom Ihl zurück.

Nur einer hat kein SV-Gen

Benny Zellmer, in der vorgezogenen Abwehrposition derzeit wieder in Hochform spielend, kam als 19-Jähriger nach Zweibrücken, baut hier gerade. „Zu hundert Prozent als Zweibrücker assimiliert“, sagt Bullacher lachend. Bleibt nur einer, der kein SV-Gen hat: Torwart Marko Ivankovic. Aber der 27-jährige Kroate, der zu Saisonbeginn kam, passt perfekt zum SV. Menschlich und sportlich hat er sich sofort integriert.

Torgefährlichster Angriff, stärkste Defensive. Ein toller Saisonstart nach durchwachsener Vorbereitung mit drei Auswärtssiegen in Serie hat den Boden für den aktuellen Erfolg bereitet. Der 21:20-Erfolg zum Saisonauftakt in Mundenheim gab Selbstvertrauen. Es folgte der überragende Auftritt beim aktuellen Tabellenzweiten Saulheim, der bislang nur gegen den SV verlor. „Dort hat die Mannschaft gezeigt, dass sie Lust hat Handball zu spielen, Lust hat Abwehr zu spielen und unbedingt gewinnen will“, ist diese Partie für Bullacher ein Schlüsselspiel.

Mit dieser Freude am Handball wollen die Zweibrücker morgen ab 18 Uhr gegen Illtal Sieg neun einfahren.

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