FCK
Strittige Szenen, Elfmeter, Pfosten und großer Kampf – wertvoller Punkt in Braunschweig
Eineinhalb Geschenke und eine vorweihnachtliche Punkteteilung: Fußball-Drittligist Eintracht Braunschweig hat mit dem 1:1 (0:0) zum Jahresausklang gegen Verfolger 1. FC Kaiserslautern, der Sechster bleibt, Platz zwei verteidigt.
Für FCK-Trainer Marco Antwerpen war es die Rückkehr an die Hamburger Straße bei Hamburger Wetter: Nieselregen, grauer Himmel, sieben Grad. Die Partie zweier Topmannschaften der Liga bescherte den coronabedingt nur erlaubten 5000 Zuschauern Kampf und Abwechslung, aber keine fußballerische Spitzenklasse. Beide Teams sind für ihre Abwehrstärke bekannt – und sie zeigten dies trotz einiger Umstellungen.
Prompt steht ein Startelf-Debütant im Zentrum
Antwerpen beorderte Kapitän Jean Zimmer zurück in die Startelf. Auch Felix Götze kehrte zurück in die Anfangsformation, begann rechts vor Zimmer, war dann aber meist im Zentrum zu finden, oft im Wechsel mit Marlon Ritter und Unruheherd Kenny Prince Redondo. Braunschweigs Trainer Michael Schiele musste auf den gesperrten Spielgestalter Bryan Henning und die verletzten Danilo Wiebe und Maurice Multhaup verzichten. In der Abwehr gab daher der 23 Jahre alte Philipp Strompf sein Drittliga-Startelfdebüt. Der 1,95-Meter-Schlaks wurde unter anderem beim Karlsruher SC und der TSG Hoffenheim ausgebildet. Er spielte nun neben dem Südpfälzer Michael Schultz innen in der „Löwen“-Deckung. Kurz nach dem 1:0 stand Strompf im Mittelpunkt. Sein Einsteigen gegen den clever einfädelnden Redondo wertete Schiedsrichter Sven Waschitzki als elfmeterreif – ein hartes Urteil. Marlon Ritter verwandelte zum 1:1 (55.).
Geburtstagskind Raab auf dem Posten
Die „Löwen“-Abwehr wurde vor der Pause zweimal richtig ausgespielt. Erst setzte sich Daniel Hanslik über links durch, nach seiner Flanke indes schloss Redondo in der Mitte zu schwach ab (4.). Später spielte Redondo auf Götze, der Hendrick Zuck mit einem feinen Pass bediente. Der ehemalige Braunschweiger aber scheiterte an seinem Ex-Kollegen Jasmin Fejzic, dem Routinier im Eintracht-Tor.
Fejzics Gegenüber, FCK-Schlussmann Matheo Raab, war an seinem 23. Geburtstag mehrmals gegen Lion Lauberbach auf dem Posten (34., 37.). Kurz zuvor hatte der BTSV-Topstürmer das 1:0 auf dem Fuß, brachte den Ball aber aus spitzem Winkel nicht im Tor unter (28.).
Beide Teams waren darauf aus, aus gesicherter Defensive heraus Nadelstiche zu setzen. Dabei war zunächst die Eintracht effizienter. Nach einem Fehlpass von FCK-Mittelfeldspieler Mike Wunderlich – Ritter kam dann nicht rechtzeitig ran – parierte Raab erst gegen Enrique Peña Zauner, den Abpraller verwertete Jomaine Consbruch zum 1:0 (49.). Peña Zauners Abseits aber wurde nicht geahndet.
Dann rückten Startelf-Debütant Strompf und die Elfmeterszene in den Blickpunkt – 1:1 (55.). „Das erste Tor war Abseits, vielleicht hat der Schiedsrichter das mitbekommen und Elfmeter gepfiffen“, meinte Eintracht-Trainer Schiele. Später hatte Zuck nach Wunderlich-Zuspiel das 2:1 auf dem Fuß (60.). Auf der Gegenseite klatschte ein Freistoß von Brian Behrendt nur an den Pfosten (62.). In der Schlussphase machten die „Löwen“ mobil, aber erneut Geburtstagskind Raab rettete (90.), diesmal gegen Joker Luc Ihorst. „Ein intensives Spiel zweier richtig guter Mannschaften“, resümierte Antwerpen. Und eine vorweihnachtliche Punkteteilung.
So spielten sie
Eintracht Braunschweig: Fejzic - Behrendt (82. Ihorst), Strompf, Schultz, Kijewski - Krauße, Nikolaou - Peña Zauner (82. May), Consbruch, Otto (71. Girth) - Lauberbach
1. FC Kaiserslautern: Raab - Tomiak, Kraus, Hippe - Zimmer (64. Hercher), Zuck - Ritter (80. Sessa) - Götze, Wunderlich - Redondo (85. Kiprit) - Hanslik (85. Huth)
Tore: 1:0 Consbruch (49.), 1:1 Ritter (55., Foulelfmeter) - Gelbe Karten: Otto (2) - Ritter (3), Zimmer (4), Redondo (2), Hanslik (2) - Beste Spieler: Fejzic, Consbruch, Lauberbach - Raab, Kraus, Redondo - Zuschauer: 5000 - Schiedsrichter: Waschitzki (Essen).
