Leichtathletik RHEINPFALZ Plus Artikel Speyerer verbessert Weltrekord in Kandel

Der Mutterstadter Lennart Nies (TV Maikammer) wurde beim Bienwald-Marathon Pfalzmeister. Sein Bruder Eric kam als Gesamtvierter,
Der Mutterstadter Lennart Nies (TV Maikammer) wurde beim Bienwald-Marathon Pfalzmeister. Sein Bruder Eric kam als Gesamtvierter, aber als zweitbester Pfälzer, im Ziel in Kandel an.

Beim Bienwald-Marathon verbessert Lars Kegler die Weltbestmarke in einer skurrilen Disziplin. Zwei Brüder aus der Pfalz laufen aufs Podest – einer wird Pfalzmeister.

Beim Zieleinlauf strahlte die Sonne. Tobias Gröbl aus Donauwörth überquerte strahlend im Dress der „LG Zusam“ in 2:33:47 Stunden die Ziellinie beim Bienwald-Marathon am Sonntag im südpfälzischen Kandel. „Perfekte Laufbedingungen“, sagte der 43 Jahre alte Logistikmanager: „In der Frühe war es aber etwas frisch.“ Gröbl wurde 2012 deutscher Crosslaufmeister und ist fünffacher deutscher Meister im Marathon-Cross. Seine Marathon-Bestzeit liegt bei 2:20 Stunden.

Davon ist Lennart Nies vom TV Maikammer nicht weit entfernt. Der 39-Jahre alte Unternehmensberater führte lange Zeit in Kandel und wurde am Ende Zweiter in 2:24:33 Stunden. Auch wenn es für den Gesamtsieg nicht ganz gereicht hatte, den Pfalzmeister-Titel hat sich Nies gesichert. „Ich bin das Rennen offensiv angegangen in der ersten Hälfte“, sagte Nies. Sein Bruder Eric wurde Zweiter der Pfalzwertung in 2:39:30 Stunden. Paul Carlier (27) aus Belfort lief bei seiner Marathon-Premiere in 2:38:42 Stunden auf Platz drei.

Verena Becker aus Lemberg ist Pfalzmeisterin

Bei den Frauen setzte sich die 48 Jahre alte Silva Felt aus Weinheim in 3:00:56 Stunden durch. „Den Kopf ausschalten und laufen“, lautete ihr Motto. „Es war auch nicht schwer, bei dem sensationellen Wetter und der flachen Strecke“, sagte die klare Siegerin. Denn acht Minuten später kam erst Charlotte Holly aus Bonn an (3:08:55 Stunden). Es war die Marathon-Premiere für die 29-Jährige. Ihr sportliches Ziel für 2026: Den Marathon Hamburg unter drei Stunden beenden. Simone Stegbauer (38) aus München wurde Dritte (3:09:38 Stunden). Pfalzmeisterin bei den Damen wurde Verena Becker vom TV Lemberg in 3:28:30 Stunden. „Ich bin Trainingsweltmeisterin, ich konnte heute meine Zeitvorgaben, die ich mir selbst gesetzt habe, erfüllen“, sagte die Lembergerin.

Bestzeit um 30 Sekunden verbessert

Den Halbmarathon gewann Holger Körner von der LG Karlsruhe in 1:08:09 Stunden. „Ich habe meine Bestzeit von vor zwei Jahren über eine halbe Minute herunterschrauben können“, freute sich der 32 Jahre alte Prozessmanager: „Jetzt geht es erst einmal in Urlaub.“

Die schnellsten Beine bei den Frauen hatte Sophia Wunsch. Die 29-Jährige meinte: „Stur gerade aus, schön flach und ich konnte mich gut an eine Männergruppe hängen.“ Bis Kilometer 13 hat sich die Karlsruher Projektmanagerin mit Samira Schnüriger, der Drittplatzierten mit Führungsarbeit abgewechselt, ehe sie die zweite Hälfte souverän für sich entschieden hat. Die Uhr zeigte 1:14:50 Uhr im Ziel an. Jule Vetter (LV Tübingen) kam mit einer Minute Rückstand in 1:15:51 Uhr ins Ziel: „Ich hatte einen tollen Lauf“, stellte sie fest. Samira Schnüriger (LC Regensdorf) wurde Dritte. Die 31-jährige ehemalige Schweizer Marathonmeisterin von 2022 kam in 1:16:05 freudestrahlend, aber auch sichtlich ausgelaugt an. „Es war nicht leicht heute. Ich lief einen Teil der Distanz alleine das ist hart“, sagte sie. 529 Frauen und 1050 Männer die Halbmarathondistanz.

Lars Kegler läuft mit Atemschutzmaske

Dann wäre da noch ein Weltrekord zu verkünden. Diese Weltbestmarke klingt skurril wie sportlich herausragend. Der 44 Jahre alte Speyrer Berufsfeuerwehrmann Lars Kegler lief mit Atemschutzmaske den Halbmarathon in Weltrekordzeit: 1:35:38 Stunden. Der bisherige Rekord eines Briten liegt bei 2:21:27 Stunden. „Ich hatte keinen Einbruch“, sagte Kegler. Er hatte fünf Flaschen Atemluft verbraucht. „Ich bin mehr als 80 Marathons gelaufen, da wollte ich mal was Neues machen“, sagte er.

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