Fußball
Späte Niederlage bei Alemannia Aachen verschärft Waldhofs Misere
Beim 2:3 (0:1) bei Alemannia Aachen am Samstag brachten sich die „Buwe“ durch individuelle Fehler selber auf die Verliererstraße. Wie schon am Mittwoch gegen den VfB Stuttgart II kassierte der Waldhof den entscheidenden Treffer durch Lars Gindorf in der Nachspielzeit (90.+2). Ärgerlich aus Sicht der „Buwe“ war, dass Schiedsrichter Daniel Bartnitzki einem Kopfball von Masca, der wohl zum 3:1 hinter der Linie war, die Anerkennung verweigerte (68.).
Etwas überraschend setzte Waldhofs Trainer Luc Holtz mit Felix Lohkemper seinen bisher besten Torjäger auf die Bank und brachte dafür Kennedy Okpala „Felix hätte jetzt drei Spiele in sechs Tagen gehabt. Bei der Belastung ist der Akku etwas leer“, sagte Holtz vor der Partie. So hätte auch Okpala am Mittwoch bei der 0:1-Niederlage gegen den VfB pausiert. Damit standen nur Torhüter Thijmen Nijhuis sowie Niklas Hoffmann, Julian Rieckmann und Adama Diakhaby in den vergangenen drei Spielen in der Startelf. Für den Gelb-Rot gesperrten Tim Sechelmann kam Kapitän Lukas Klünter nach seiner Ampelkartensperre wieder in die Mannschaft. Serhan Yigit ersetzte bei seinem Startelf-Debüt in dieser Saison zudem Nicklas Shipnoski auf der rechten Seite.
Okpala bekam wie auch die anderen Offensivkräfte Diakhaby und Masca von Sport-Geschäftsführer Gerhard Zuber eine Botschaft mit auf den Weg: „Beide Mannschaften haben eine ähnliche Ausgangsposition und sind unter Zugzwang nach bisher zwei Niederlagen in der Englischen Woche. Die bessere Offensive wird sich heute durchsetzen, und ich hoffe, das ist unsere.“
Am Ende sollte sich seine Hoffnung nicht erfüllen. Denn die Aachener zeigten sich vor dem Tor abgezockter, allein Masca auf Seiten der „Buwe“ hatte mehrmals die Chance, den Ball im Tor unterzubringen, fand aber in Aachens Torhüter Jens Olschowsky immer wieder seinen Meister. Die Alemannia nutzte dagegen die einzige Chance im ersten Durchgang zur Führung durch Niklas Castelle. Dabei spekulierten Lukas Klünter und Niklas Hoffman auf Abseits, allerdings schlief Malte Karbstein etwas, so dass er die Falle für Castelle aufhob.
Zur Pause zeigte sich Okpala trotz des Rückstands überzeugt, dass der Waldhof noch etwas in den zweiten 45 Minuten holen würde: „Wenn wir das ein, zwei Mal besser ausspielen, sind wir auch frei vor dem Tor. Wir schauen mal, was der Trainer für uns für einen Plan hat, und dann setzen wir das auch um.“
Und der Waldhof legte im zweiten Durchgang los wie die Feuerwehr. Zunächst setzte Julian Rieckmann Okpala perfekt ein, der den Ball im langen Eck unterbrachte (52.). Nur vier Minute später ließ Masca bei seinem Kopfball aus kurzer Entfernung nach Super-Flanke von Sascha Voelcke Aachens Keeper keine Chance – die Partie war gedreht.
Und doch schafften es die „Buwe“ die Führung nicht über die Zeit zu bringen, weil Rieckmann an der eigenen Strafraumgrenze den Ball gegen den Ex-Waldhöfer Bentley Baxter Bahn leichtfertig verlor. Gindorf passte nach innen, wo Emmanuel Elekwa frei den Ball im Tor unterbrachte (82.). Und es kam noch dicker für den Waldhof, als Gindorf von der Strafraumgrenze den Ball platziert im Mannheimer Tor unterbrachte.
„Das ist einfach nur enttäuschend. Es ist schwierig, wir haben am Mittwoch das Spiel in der 93. Minute verloren, heute fast das gleiche Szenario erlebt. Das ist schwer zu akzeptieren und schwierig für die Moral“, sagte Holtz, der nun in seinen fünf Spielen mit dem Waldhof auch schon drei Niederlagen kassiert hat.