FCK
Saibene spürt die nötige Energie für die Wende – Im Winter soll Verstärkung her
Nach dem Schlusspfiff und der zweiten Niederlage in Folge musste Jeff Saibene am Dienstagabend im Anschluss an die ganz bittere 0:3-Heimschlappe gegen den TSV 1860 München erst einmal durchatmen. Wütend durchatmen. Frustriert durchatmen. Die beiden jüngsten ganz schwachen Spiele – die Niederlagen bei der SpVgg Unterhaching und eben daheim gegen die Sechziger – haben am Trainer des Fußball-Drittligisten 1. FC Kaiserslautern genagt. Das gestand Saibene am Donnerstag bei der Pressekonferenz vor dem Spiel am Samstag (14 Uhr, Liveblog auf rheinpfalz.de) beim KFC Uerdingen. „So etwas ist nicht einfach. Man sehnt sich nach Erfolgen, nach Siegen“, betonte der 52-Jährige. „Aber ich bin weiterhin voller Energie, voller Lust. Ich fahre gerne weiter jeden Tag auf den Betzenberg.“
„Nur draufhauen bringt auch nichts“
Saibenes Rote Teufel indes sind mittlerweile auf den drittletzten Tabellenplatz abgerutscht. Der Trainer ist davon überzeugt, dass sich die Lauterer aus dieser „sehr, sehr schweren Situation“, wie es Saibene nennt, befreien werden. Jeder auf dem Betzenberg – auch jeder Spieler – sei sich „sehr gut bewusst“, wie ernst die Lage ist. Saibene ist auch als Psychologe gefragt, muss den richtigen Ton treffen. „Nur draufhauen bringt nichts“, betonte der Fußball-Lehrer. „Es geht viel über Kommunikation und Dialog. In einer englischen Woche bleibt wenig Zeit zum Trainieren, die Mannschaft muss ja auch regenerieren.“
Der Mut muss zurückkommen
„Alle wissen, wo wir stehen, alle wissen, dass wir Siege brauchen“, sagte der 52-Jährige. Sein Team sei physisch fit und psychisch bereit für die Partie gegen den KFC Uerdingen. „Eine sehr gut organisierte Mannschaft, die schwer zu bespielen ist.“ Ziel sei es für die Roten Teufel, das Spiel mutig und mit Selbstvertrauen anzugehen. „Wir haben es schon bewiesen, dass wir es können“, sagte der Übungsleiter. Das hat er auch seiner Mannschaft eingeimpft, die spätestens nach dem frühen 0:1-Rückstand gegen 1860 am Dienstag völlig verunsichert war, die einfachsten Dinge völlig falsch machte, spieltechnische und taktische Fehler am Fließband zur Schau stellte.
Bachmann für zwei Spiele gesperrt
Personelle Nackenschläge bleiben den Lauteren obendrein treu. Neben den länger verletzten Simon Skarlatidis (Leistenoperation), Anas Bakhat (Teilabriss des Syndesmosebandes), Lukas Gottwalt (Sprunggelenkfraktur), Dominik Schad (Wadenbeinbruch), Nicolas Sessa (Muskelfaserriss), Lukas Spalvis (Reha nach Knorpelschaden) und jüngst Hikmet Ciftci (Nasenbeinbruch aus dem Haching-Spiel) wird am Samstag beim KFC Uerdingen auch Innenverteidiger Janik Bachmann fehlen, der gegen die Münchner „Löwen“ kurz vor der Pause die Rote Karte sah und nun für zwei Spiele gesperrt worden ist.
Vorbereitungsstart am 28. Dezember
Nach der Partie in Düsseldorf gegen die Uerdinger kommt die Lauterer Mannschaft sonntags noch mal am „Betze“ zusammen, dann geht es in den einwöchigen Weihnachtsurlaub. Am Montag, 28. Dezember, beginnt für die Profis die knapp zweiwöchige Vorbereitung auf den ersten Drittliga-Spieltag im neuen Jahr. Da empfängt der FCK am Samstag, 9. Januar, um 14 Uhr Viktoria Köln.
Saibene ist guter Dinge, dass er dann noch FCK-Trainer ist. Die Bosse am „Betze“ wünschen sich nichts sehnlicher, als dass sich nach dem ganzen Trubel der vergangenen Jahre Ruhe und Kontinuität einstellen. So ganz unbedeutend aber ist der Auftritt der Mannschaft am Samstag bei den Uerdingern, die zuletzt zweimal in Folge gewannen, aber natürlich auch für die Trainerfrage nicht. Die Situation für den in 16 Spielen bei neun Unentschieden erst zweimal siegreichen FCK im finsteren Drittliga-Keller ist prekär. „Es ist kein Finale, es ist ein Meisterschaftsspiel“, betonte Saibene, „das aber extrem wichtig ist.“
Schneller Offensivmann auf dem Wunschzettel
Parallel zum Jahresendspurt auf dem Rasen tausche er sich „jeden Tag“ mit Sportdirektor Boris Notzon aus, was potenzielle Winterzugänge zur Verstärkung des Kaders angeht. Ganz oben auf dem Wunschzettel, das sagte Notzon der RHEINPFALZ schon nach dem Haching-Spiel, steht ein schneller Offensivmann, der rechts oder zentral spielen kann.
