Handball
Rhein-Neckar Löwen siegen und verlängern mit einem Pfälzer
Die Partie vor 4808 Zuschauern in der SAP-Arena war nur etwas mehr als zehn Minuten offen. Dann setzten sich die Löwen ab.
Das gelang, weil Torhüter Mikael Appelgren eine klasse Leistung zeigte, vor der Pause drei Siebenmeter hielt. Auf den 34-Jährigen ist nach wie vor Verlass. Auffälligster Feldspieler in der ersten Halbzeit war Philipp Ahouansou. Der Rückkehrer, der in der vergangenen Saison bei GWD Minden Spielpraxis sammelte, erzielte sechs Treffer, den letzten mit der Schlusssirene. „Es hat gut funktioniert, ich bin in einen guten Rhythmus gekommen, ich hatte ein gutes Gefühl“, sagte der Rückraumspieler.
Außen spielen groß auf
Die Außen Patrick Groetzki (acht Tore) und der junge David Moré (sieben Tore) waren noch treffsicherer. Groetzki hatte vom rechten Flügel keinen Fehlwurf. „Das war ein sehr gelungener Heimauftakt. Wir hatten eine gute Energie. Erlangen hat nach der Pause kein Mittel mehr gefunden“, erläuterte Groetzki. „An einem Sonntag wären bestimmt noch ein paar mehr Zuschauer gekommen“, glaubte der Kapitän. Ein Ärgernis: Der rutschige Hallenboden.
Die Löwen bauten ihren Vorsprung Tor um Tor aus, in der 45. Minute führten sie zum ersten Mal mit zehn Toren Unterschied. Erlangen hatte dem Tempospiel der Gastgeber nicht viel entgegenzusetzen.
David Späth bleibt bis 2027
Fünf Minuten vor dem Abpfiff durfte David Späth ins Tor. Der Keeper bekam viel Applaus. Eine schöne Nachricht gab es vor dem Anpfiff. Der 21-Jährige hat seinen bis 2025 laufenden Vertrag bei den Rhein-Neckar Löwen vorzeitig bis 2027 verlängert. „Ich habe ja nicht umsonst bei jeder Gelegenheit betont, wie sehr ich mich als Rhein-Neckar Löwe fühle und dass dies hier mein Verein ist. Ich möchte eine Ära bei den Löwen prägen und deshalb war es nur logisch, dass ich meinen Vertrag verlängere“, sagte der Kaiserslauterer.