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Rhein-Neckar Löwen lassen TBV Lemgo Lippe keine Chance
Entscheidend für den sechsten Heimerfolg war die Steigerung nach der Pause. „Mit der zweiten Halbzeit war ich unfassbar einverstanden. Da haben wir nicht mehr mit angezogener Handbremse gespielt. Die Mannschaft hat die Vorgaben umgesetzt“, lobte Coach Sebastian Hinze.
Überhaupt nichts geschenkt bekamen die Löwen im ersten Abschnitt. Die Mannschaft von Florian Kehrmann ging nach den jüngsten Erfolgen in der Liga sehr selbstbewusst vor 5633 Zuschauern in der SAP-Arena zu Werke. 7:4 führten die Gäste nach 13 Minuten durch Niels Versteijnen. Gut im Spiel war Juri Knorr, der bereits fünf Mal im ersten Abschnitt erfolgreich war.
Mit einem Zwei Tore-Vorsprung in Pause
Weniger Glück in seinen Aktionen hatte Torwart Joel Birlehm (zwei Paraden), der in der 24. Minute durch Junioren-Nationalspieler David Späth abgelöst wurde. Mit drei Toren in Folge (Knorr, Kirkelökke, Groetzki) gingen die Löwen nach insgesamt durchwachsenen 30 Minuten doch noch mit einem Zwei-Tore Vorsprung in die Pause (16:14).
Dieses gute Gefühl beflügelte die Mannschaft von Sebastian Hinze. Besonders Kreisläufer Kristjan Horzen legte sich jetzt ins Zeug – in der Abwehr stark am Mann und im Angriff mit vier Treffern. „Wir haben uns vorgenommen, nach der Halbzeit in der Deckung mehr am Mann zu stehen und schneller nach vorne zu spielen. Das haben wir dann prima umgesetzt“, sagte Horzen.
David Späth hilft seinem Team
In die Herzen der Fans spielte sich gestern der junge Torwart David Späth. Nach fast einjähriger Verletzungspause zeigte der gebürtige Kaiserslauterer sein großes Talent. Mit acht sehenswerten Paraden (32 Prozent) half Späth entscheidend mit, den Vorsprung der Löwen bis teilweise zehn Toren (35:25) auszubauen. „Auf diesen Tag habe ich monatelang hingearbeitet. Es ist ein sehr gutes Gefühl, wieder in der SAP-Arena zu stehen. Die Mannschaft hat mich aber auch gut unterstützt. Apfel hat mir vor dem Spiel Tipps gegeben“, sagte der glückliche David Späth.
Nach dem Auswärtserfolg in Kiel vor einer Woche hätte Lemgo gerne auch aus Mannheim etwas Zählbares mit nach Hause gebracht. „Wir haben am Anfang wirklich ein gutes Spiel abgeliefert. Dann haben wir mehr und mehr die Kontrolle verloren und zu viel Tempospiel der Löwen zugelassen“, bilanzierte der Lemgoer Trainer Florian Kehrmann.
Treffen mit alten Bekannten
Duelle gegen Lemgo sind auch immer Treffen mit alten Bekannten. So standen gestern im Kader der Gäste mit den Brüdern Guardiola, Tim Suton und Borko Ristovski vier ehemalige Löwen-Spieler. Gedeón Guardiola war hellauf begeistert von „seinen“ Löwen. „In der zweiten Halbzeit hatten wir keine Torquote. Die Löwen haben dann keinen Fehler gemacht. Ich finde, die Löwen sind in dieser Saison mit ihrem Konzept die beste Mannschaft. Im vergangenen Jahr war es Magdeburg, dieses Jahr sind es die Löwen“, sagte der spanische Welt- und Europameister, der auch die nächste WM in Polen und Schweden spielt.