Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel Nach Drama um Ehefrau: Homburg-Spieler Mendler beendet Karriere

Markus Mendler spielte unter anderem für den 1. FC Nürnberg und den 1. FC Saarbrücken.
Markus Mendler spielte unter anderem für den 1. FC Nürnberg und den 1. FC Saarbrücken.

Nach dem Tod seiner Ehefrau will der frühere Bundesliga-Profi Markus Mendler für seine beiden Kinder da sein und hört deshalb mit dem Fußball auf.

Der frühere Bundesliga-Profi Markus Mendler beendet nach dem viel zu frühen Tod seiner Ehefrau Tamara Mendler seine Karriere. „Ich werde meinen Vertrag beim FC Homburg nicht verlängern. Für mich ist es einfach am wichtigsten, dass ich für meine zwei Kinder da bin und das mit dem Fußball in Einklang zu bekommen, ist etwas schwierig. Deshalb habe ich mich dazu entschieden, meine Karriere zu beenden. Es ist mir sehr schwer gefallen, diesen Schritt zu gehen. Aber es ist der richtige“, sagte der 33-Jährige in einer Videobotschaft auf den sozialen Kanälen des Südwest-Regionalligisten. Seine Ehefrau Tamara Mendler war im April nach kurzer, schwerer Krankheit und nur wenige Tage nach der Geburt der zweiten gemeinsamen Tochter im Alter von nur 32 Jahren gestorben.

„Von Herzen“ bedankte sich Mendler am Freitag für die „großartige Unterstützung“, die seine Familie und er in den vergangenen Wochen erfahren habe. „Die überwältigende Anteilnahme, die vielen Spenden und die Hilfsbereitschaft so vieler Menschen haben mir in dieser schweren Zeit unheimlich viel Kraft gegeben“, sagte er. Mendler spielte seit 2021 in Homburg, zuvor war er für den 1. FC Nürnberg (16 Bundesliga-Einsätze), den SV Sandhausen, die Stuttgarter Kickers und den 1. FC Saarbrücken aufgelaufen. Kennengelernt hatte Mendler seine spätere Frau 2016 in Saarbrücken, als diese dort in der Zweiten Liga Fußball spielte.

„Er war eine Identifikationsfigur“

„Wir haben größten Respekt vor der Entscheidung, auch wenn sie uns mit großer Traurigkeit erfüllt“, teilte der FC Homburg zu Mendlers Karriereende mit. „Markus war in den vergangenen fünf Jahren weit mehr als nur ein herausragender Fußballer. Er war Führungsspieler, Identifikationsfigur und ein Mensch, der unseren Verein geprägt hat. Danke Markus für deine Leidenschaft“, schrieben die Saarländer. Für seinen weiteren Weg, so der FCH, wünschten sie ihm und seinen Kindern „von Herzen alles Gute, weiterhin viel Kraft und nur das Beste!“

Auch Homburgs Trainer Roland Seitz äußerte sich. „Die Entscheidung von Markus ist für die gesamte FCH-Familie ein großer Verlust, sowohl menschlich als auch sportlich. In den vergangenen Wochen haben wir als sportliche Führung und Vorstand viele Gespräche mit ihm geführt und gemeinsam versucht, Wege zu finden, die für Markus passend gewesen wären. Letztlich respektieren wir seine Entscheidung aber selbstverständlich zu 100 Prozent“, sagte der Coach und Sportliche Leiter.

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