handball
Rhein-Neckar Löwen feiern vierten Sieg in Folge
Es stellt sich im Moment vor jedem Match der Löwen die Frage, ob es den Spielern und ihren Trainern gelingt, nach den vielen Partien der zurückliegenden Wochen noch ausreichend Energie aufzubringen, um erfolgreich sein zu können. Samstagabend auswärts in Lemgo, vier Tage nach dem Einzug ins Finalturnier der European League – das klingt nach einem schwierigen Job für Körper und Geist. Vor diesem Hintergrund ist die Vorstellung der Badener und das Resultat hoch einzuordnen.
Martin Schwalb wusste das und lobte seine Mannschaft deshalb, als die Aufgabe in Ostwestfalen erledigt war. „Am Anfang hatten wir Probleme, aber danach haben wir das gut gelöst“, sagte der Coach, der sich am Ende der Saison zurückziehen wird. Auf dem dritten Platz möchte er das Team an seinen aktuellen Assistenten und künftigen „Übergangschef“ Klaus Gärtner übergeben – und nach dem Sieg in Lemgo ist er diesem Ziel ein Stück nähergekommen.
Starke Paraden von Andreas Palicka
Ausschlaggebend dafür war eine Steigerung in der zweiten Halbzeit. Innerhalb weniger Minuten zogen die Löwen von 16:15 auf 22:18 davon (37.) und transportierten diesen Vorsprung über die restliche Spielzeit, auch wenn der TBV eine Viertelstunde vor dem Ende noch mal auf ein Tor herangekommen war (24:25). In der Schlussphase spielten die Löwen ihre Routine aus und profitierten von starken Paraden von Andreas Palicka.
In den letzten Minuten feierte Lion Zacharias sein Bundesliga-Debüt im Löwen-Trikot. Der 17-Jährige kam als Linksaußen zum Einsatz und führte sich mit zwei Treffern prächtig ein.
TBV Lemgo: Johannesson, van der Beucken - Isaias Guardiola (1), Kogut (1), Carlsbogard (9) - Schagen, Elisson (5/1) - Timm (3) - Hangstein, Zerbe (1), Gedeon Guardiola, Cederholm (6), Geis, Reimann, Baijens (2)
Rhein-Neckar Löwen: Palicka, Katsigiannis - Lagergren (3), Schmid (4/2), Lagarde - Groetzki (7), Tollbring (6/1) - Kohlbacher (5) - Veigel, Kirkelökke (2), Patrail, Ahouansou, Gislason, Nilsson (5), Zacharias (2)
Spielfilm: 4:7 (11.), 10:11 (22.), 14:13 (25.), 15:16 (Hz.), 18:22 (37.), 24:25 (45.), 26:31 (53.), 28:34 (Ende) - Siebenmeter: 2/1 - 4/3 - Zeitstrafen: 3/1 - Beste Spieler: Carlsbogard, Elisson - Groetzki, Nilsson - Schiedsrichter: Suresh Thiyagarajah/Ramesh Thiyagarajah (Gummersbach).