Handball
Rhein-Neckar Löwen beeindrucken kämpferisch
Zu den Ausfällen von Uwe Gensheimer und Halil Jaganjac gesellten sich auch noch die grippekranken Mikael Appelgren und Patrick Groetzki dazu. Da Groetzkis Ersatzmann Niklas Michalski wegen einer Sprunggelenkverletzung bis Jahresende ausfällt, fuhren die Rhein-Neckar Löwen mit zwei A-Jugendlichen nach Gummersbach: Theo Straub und Fabian Schwarzer.
Juri Knorr hat alles im Griff
Bange machen galt aber nicht: Gut erholt von der Niederlage gegen den Spitzenreiter Füchse Berlin nahmen die Löwen das Heft sofort in die Hand. Und das Spitzenteam lebte – wie schon seit Wochen – von dem überragenden Rückraumspieler Juri Knorr. Der Regisseur hat im Jahr eins nach Andy Schmid die Spielsteuerung im Griff und entwickelt immer mehr Torgefahr. Gegen die Füchse brillierte Juri Knorr mit elf Toren, in Gummersbach war er unvermindert auf Torejagd, und setzte sogar noch einen drauf. Am Ende kam Knorr auf 15 Treffer. 15 (!) Treffer! „Das war eine Wahnsinnsteamleistung. In Erlangen waren wir schon nahe am kämpferischen Optimum. Das nun war noch ein Schritt mehr. Das Spiel hätte auf beide Seiten kippen können. Wir hatten das Quäntchen Glück, schauen nicht auf die Tabelle und kämpfen uns von Spiel zu Spiel. Wir versuchen Gas zu geben bis zum zweiten Weihnachtsfeiertag“, sagte Juri Knorr.
Mehrmals mit drei Toren vorne
Die Löwen führten mehrmals in diesem ausgeglichen Spiel mit drei Toren, sie waren aber nicht in der Lage, weiter davonzuziehen. Nach der Pause rächte sich die schludrige Chancenverwertung. Tibor Ivanisevic im Tor der Gummersbacher hielt klasse. „Wir haben eine tolle Leistung gebracht, gegen eine der Spitzenmannschaften der Liga“, sagte der Keeper.
David Späth nicht zu bezwingen
Theo Straub zahlte Lehrgeld, dennoch erzielte der Debütant den wichtigen 28:28-Ausgleich. Die Löwen führten bis zur 50. Minute, dann war der VfL kurzzeitig vorne. Der Aufsteiger machte jedoch zu viele leichte Fehler, spielte überhastet. Und dann war da ja noch Torhüter David Späth. Der 20-Jährige, der Joel Birlehm Ende der ersten Halbzeit ablöste, machte ein großartiges Spiel. In der Schlussphase war das große Talent kaum zu bezwingen, hielt von den Außenpositionen fast jeden Ball – und freute sich ausgelassen über jede Parade. Überhaupt: Die Spieler pushten sich pausenlos, feierten am Ende.
Jetzt können die Löwen erst einmal ein paar Tage ausruhen. Das nächste Spiel ist erst am Sonntag in einer Woche gegen Frisch Auf Göppingen.