1. FC KAISERSLAUTERN
Rückkehrer Hanslik einer der Garanten des 2:2 des FCK in Kiel
Terrence Boyd ist nie um einen Spruch verlegen. Ganz im Gegenteil. Und so sinnierte der Stürmer des 1. FC Kaiserslautern in nettem Plauderton über das gerade eingefahrene 2:2-Remis des Fußball-Zweitliga-Aufsteigers bei Holstein Kiel. Der 31-Jährige, der nach Lauterer 1:0-Pausenführung durch Daniel Hanslik und 1:2-Rückstand durch zweimal Fabian Reese den Treffer zum 2:2-Endresultat markierte, haderte mit einer vergebenen Chance. Er zeigte sich darob wieder mal zerknirscht und selbstkritisch. Andererseits aber konstatierte der erfahrene Offensive nach dem geglückten Saisonstart der Roten Teufel: „Worüber reden wir hier? Vier Punkte nach zwei Spielen, das hätten wir vorher alle unterschrieben.“
„Hier kommt der Matchwinner!“ Matchwinner?
Wohl genau wegen dieser positiven Wendung, die das Gespräch mit Boyd nach der Partie dann nahm, sagte der Angreifer schließlich auch, als Hanslik den Kabinengang des Holstein-Stadions betrat: „Hier kommt der Matchwinner!“ Matchwinner? Nun ja, gewonnen im Sinne von „drei Punkte geholt“ hat der FCK bei der gestandenen, eingespielten Kieler Zweitligatruppe nicht. Aber er ist unterm Strich gut aus den Startlöchern gekommen.
Ob Startlöcher oder Ziellinie – beim Thema Laufen ist Daniel Hanslik immer ganz vorne dabei. 12,52 Kilometer spulte er während der Partie in Kiel ab – Bestwert aller Spieler, die an einem mit 18 Grad kühlen Sommersamstag an der Ostsee aktiv waren.
Zurück in Kiel – und zurück in der Startelf
Dass Hanslik in der Partie bei seinem Ex-Klub in der einstigen Heimat eingesetzt wurde, war vorher nicht unbedingt klar. Hanslik wurde beim 2:1-Auftaktsieg des FCK gegen Hannover eingewechselt. Nachdem sicher war, dass Ben Zolinski mit seiner Kniescheibenverletzung ausfallen würde, rückte „Hansi“ für ihn am zweiten Spieltag in die Startelf.
Der Schachzug von FCK-Trainer Dirk Schuster ging auf. Nicht nur wegen Hansliks bekannten Fleißes. Der Emsige traf, jubelte aber nicht groß gegen den Ex-Klub. „Das gebietet der Respekt“, betonte der 25-Jährige, ein außerhalb des Platzes deutlich zurückhaltenderer Zeitgenosse als Boyd. Aber Hanslik war nicht minder zufrieden mit dem Punkt für sein Team.

