Sport Pokalhelden von 1990 gestern beim FCK-Stadionfest zu Gast

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KAISERSLAUTERN. Fritz-Walter-Wetter beim Fest im Fritz-Walter-Stadion. „Perfekt inszeniert“, fand Oliver Schäfer, beim 1. FC Kaiserslautern Co-Trainer im Stab von Cheftrainer Kosta Runjaic, als gestern zur Pause beim Spiel der Traditionsmannschaft der Roten Teufel ein Wolkenbruch niederging.

9:3 gewann die Traditionself mit „Neuzugang“ Alexander Bugera in einer ansehnlichen Partie gegen die Ostallgäukicker. Pech hatte Sportdirektor Markus Schupp, der mit einer Wadenverletzung ausschied. „Am Freitag bin ich nicht einsatzfähig“, scherzte er mit Blick auf den Zweitligastart in Duisburg. Sechs Tore schoss Marco Reich, Mitglied der Lauterer Meistermannschaft von 1998. Der Turbo zündete. „Der FCK war immer dann am erfolgreichsten, wenn man uns nichts zugetraut hat“, sagt Vereinschef Stefan Kuntz. So war das auch 1990. Gerade so dem Abstiegsgespenst von der Schippe gesprungen, wurden die Lauterer Pokalsieger. 25 Jahre nach dem Coup im Cup wurde eine Replik der Trophäe gestern beim Stadionfest gezeigt, die nun ihren festen Platz im FCK-Museum haben wird. Pokalhelden von einst wie Kay Friedmann, Frank Lelle, Markus Schupp, Gerry Ehrmann, Roger Lutz, Demir Hotic, Michael Serr und eben der damalige Mannschaftskapitän Kuntz feierten Wiedersehen mit ihrem Erfolgstrainer: Kalli Feldkamp wurde mit viel Beifall auf dem Betzenberg begrüßt. Feldkamp steht für glorreiche Lauterer Jahre, er wurde mit dem FCK 1991 sensationell deutscher Meister. „Wir sind Pokalsieger geworden, weil wir nicht abgestiegen sind“, sagte der 80 Jahre alte Erfolgstrainer beim Blick zurück auf den 3:2-Pokaltriumph am 19. Mai 1990 in Berlin gegen Werder Bremen. Zweimal traf Bruno Labbadia, einmal Stefan Kuntz. Dass der FCK heuer den Aufstieg auf der Zielgeraden verspielte, quittierte Feldkamp mit Kopfschütteln: „Was da passierte, habe ich nicht verstanden.“ Knapp 15.000 Besucher kamen über sechs Stunden verteilt nach Vereinsangaben gestern zum Stadionfest. Ein breites Rahmenprogramm sorgte im und ums Stadion für Unterhaltung. Gut angekommen ist das Kinderprogramm. Das Stadionfest des FCK hat Tradition, früher gab es als Höhepunkt des Tages Freundschaftsspiele der Profis. Die waren gestern Vormittag beim Training, das Stadionsprecher Horst Schömbs moderierte, zu bewundern. Freundlicher Beifall begleitete die Mannschaft beim Warmlaufen. Im Tor vor der Westtribüne heizte Torwarttrainer Ehrmann seinen Jungs ein. Richtig Spaß hatten die Fans beim Torschusstraining, als es Stefan Mugosa oder auch Mateusz Klich krachen ließen. Gut anzusehen das Trainingsspielchen auf verkürztem Feld. Die Trainingseinheit bot ausreichend Gelegenheit, die Neuzugänge zu beobachten. Da ist der wuchtige Schlussmann Zlatan Alomerovic. Da ist die defensive Vielzweckwaffe Patrick Ziegler. Da sind die Heimkehrer Stefan Mugosa, Sascha Mockenhaupt und Daniel Halfar. Da ist die Abwehrkante Stipe Vucur. Da ist die baumlange Stürmerhoffnung Kacper Przybylko. Und da ist der erfrischend mutige Lukas Görtler. Am Nachmittag gab’s eine gut zweistündige Autogrammstunde mit Trainerstab, Funktionsteam und den Profis. Als sich der Kader auf verschiedene Fixpunkten der Arena verteilte, war auch einer auf Krücken dabei: Sebastian Jacob. Er hatte an seinem 22. Geburtstag einen Riss des Kreuzbandes erlitten. Beim FCK trainiert hat gestern auch Philipp Hofmann, an dem Bundesliga-Aufsteiger Darmstadt 98 Interesse hat. Hofmann war auch bei der Autogrammstunde noch dabei. Gut möglich aber, dass er in dieser Woche sein Autogramm unter einen Vertrag bei einem englischen Zweitligisten setzt.

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