Fußball
Pantanos Party im Oberliga-Derby
Vorbei damit auch die Zeiten, als die Rheingönheimer in den vergangenen Jahren 0:3 und 0:4 an der Kirschenallee baden gingen. Die erfahrenere und cleverere Elf setzte sich durch. Bei der Arminia konnte Steffen Straub doch auflaufen. Mechtersheims Torjäger Mert Özkaya kehrte immerhin zunächst auf die Bank zurück. Im Tor stand erstmals seit langer Verletzungspause wieder Maxime Klein und übernahm gleich lautstark das Coaching.
Die Trainer benannten im Vorfeld die Schwächen der Ihren klar. Yusuf Emre Kasal vom TuS bemängelte die Chancenverwertung, Andreas Brill, einst selbst für die Römerberger am Ball, vermisste das Tempo im Spiel nach vorne. Das sah dann so aus: Die Rheingönheimer versuchten es durchaus über Straubs linken Flügel.
Keine Chancen
Aber das Abstoppen, der risikolosere Aufbau hinten herum taugt als Mittel, wer’s denn drauf hat. Zum Thema Effizienz gerieten die Mechtersheimer zunächst gar nicht: Ein, zwei unübersichtliche Situationen im Strafraum, eine artistische Abnahme von Tufan Kelleci, war es ein Foul an Maximilian Krüger? Dazwischen schloss aber Polizei-Nationalspieler Nico Pantano vor 233 Zuschauern zum 1:0 ab (19.), weil Mechtersheim erst lamentierte, dann nicht klärte. Auch in der zweiten Hälfte blieb’s bei den Gastgebern halbgar, ob beim Kopfball von Ex-Armine Mark Knäblein oder Kellecis ambitioniertem Freistoß.
Auch wenn Mechtersheim mehr Zug zeigte, die Auswärtsmannschaft verteidigte aufmerksam und wirkte gefährlicher. Aber Ricardo Antonaci hieb drüber. Trainer Kasal ging „all in“ mit Özkaya und Sturmtank Maximilian Krämer, der früher Seite an Seite mit Brill spielte.
Und noch etwas machte Kasal für den Ausgang verantwortlich: den Willen. Doch daran lang’s bei Mechtersheim nicht.