Fußball
Oberliga startet: FKP und FCK wagen den nächsten Anlauf
1. FC Kaiserslautern II: Neustart mit sehr bekannten Namen
Der Weg in die Regionalliga ist nicht leichter geworden für die U21 des 1. FC Kaiserslautern, die den Aufstieg erst in der Relegationsrunde verpasste. 15 Spieler haben den Verein verlassen. Die meisten, weil sie in der Regionalliga spielen wollten. Sechs davon machen das jetzt, und der Kader von Cheftrainer Alexander Bugera musste neu gefüllt werden. Was die Situation noch erschwerte: Unter den Abgängen war praktisch auch der komplette Sturm. Doch inzwischen hat das Oberligateam des Zweitligisten nachgerüstet und den Kader verstärkt. Unter anderem mit erfahrenen Kräften. Ex-Profi Jean Zimmer (31) soll vorangehen und Verantwortung übernehmen. Auch Hendrick Zuck (34) steht mit auf der Liste. Jannik Mause (27) ist vorübergehend bei der U21 eingeplant. Wenn es das komplett neue Team schafft, sich schnell zusammenzufinden und einzuspielen, ist der Zweite vom vergangenen Jahr ein heißer Kandidat für den Regionalligaaufstieg. Prognose: Platz zwei ist drin.
FK Pirmasens: Die Serie der dritten Plätze darf gern enden
Dreimal Dritter – der FKP ist seit seinem Regionalliga-Abstieg 2022 eine Klasse tiefer immer vorne dabei, aufgestiegen sind andere. Vergangene Saison verlor „die Klub“ nur zwei von 34 Spielen, aber weil das (vor insgesamt 9000 Zuschauern) jeweils gegen den FCK II passierte, reichte das noch nicht mal zu Platz zwei hinter dem super-souveränen Meister Schott Mainz. Vom Stammpersonal sind bis auf Aaron Basenach und den höchstwahrscheinlich wechselnden Tobias Jänicke alle geblieben, Nico Wiltz ist gekommen und soll als neuer Zehner nicht nur Tore vorbereiten, sondern auch selbst schießen. Daniel Paulus hat in seiner ersten Saison als Cheftrainer für den ersehnten Verbandspokalsieg und damit für ein DFB-Pokal-Spiel gesorgt, sein zweites Jahr würde er bestimmt gerne mit der Regionalliga-Rückkehr abschließen. Wobei der Aufstieg von der Vereinsführung aus kein Muss ist. Das erste Saisonspiel am Samstag gegen die TuS Koblenz ist gleich ein Kracher. Prognose: Der FKP ist ein heißer Kandidat für Platz eins oder zwei.
FV Dudenhofen: Bekannte Tugenden und eine gewisse Gelassenheit
Für den FVD geht es vom ersten Spieltag an ausschließlich um den Klassenverbleib. Die Mitemporkömmlinge sind stark, wie sich beim Lotto-Cup am Wochenende auf heimischem Gelände zeigte, als Dudenhofen sieglos blieb, ebenso wie in der vergangenen Runde gegen Mitaufsteiger Gau-Odernheim. Aus der Regionalliga könnten Absteiger die Lage verschärfen. Die Vorbereitung verlief für den FVD dennoch gut, mit wenig Verletzungssorgen und einem sehr gut besuchten, viertägigen Trainingslager im Schwarzwald. Dem Kader ging sehr viel Oberligaerfahrung verloren. Jugendliche Frische kam hinzu. Auf der Torhüterposition darf nicht mehr viel passieren. Es bedarf der Dudenhofener Tugenden: die Heimstärke, der Zusammenhalt. Größtes Plus: Oberliga gilt im Dorf schon jeher als Zugabe. Druck herrscht keiner. Prognose: Der FVD landet auf dem ersten Nichtabstiegsplatz, Rang 15 könnte reichen.
Arminia Ludwigshafen: Die Erwartung ist kein Luftschloss
Die Arminia hat in der Premierensaison von Trainer Chris Chorrosch nach wackligem Start dank starker Rückrunde einen einstelligen Tabellenplatz erreicht. Trotz namhafter Abgänge in der Offensive – unter anderem Kapitän Nico Pantano – streben die Rheingönheimer einen Platz in der oberen Tabellenhälfte an. Das ist angesichts der Neuzugänge und dem verbliebenen Kader kein Luftschloss. Voraussetzung ist aber, dass die Arminia gerade in der Defensive Stabilität zeigt und im neuen Angriff schnell in die Saison findet. Da nur Bastian Hommrich zum Saisonauftakt fehlt, hat Trainer Chris Chorrosch die Qual der Wahl, wer am Freitagabend beim SV Auersmacher auflaufen wird. Die Gastgeber sind zuletzt gerade so dem Aufstieg entgangen, aber zum Ligastart ein guter Gradmesser. Prognose: Knapp zwar, aber es klappt – einstelliger Tabellenplatz.