Fußball
Oberliga: Happy End für zwei pfälzische Vereine
Alemannia rettet Graf-Elf
„Wir hatten so viele hochkarätige Torchancen. Wir hätten das Spiel gewinnen müssen“, stellte Graf in seinem Resümee fest. Womit er recht hatte. Aber den besseren Start erwischte die TSG. Der quirlige Tobias Bräuner setzte sich auf der linken Seite durch, und Vllaznim Dautaj schloss den Angriff mit dem 0:1 ab (14.). Durch diesen Rückstand verunsichert, verlor der SVM die Ordnung und kassierte nur vier Minuten später den zweiten Gegentreffer. Marcell Öhler traf mit einem satten Schuss von der Strafraumgrenze aus. Es dauerte einige Zeit, bis sich die Graf-Truppe von diesem Doppelschlag erholt hatte. Doch dann startete sie einen Sturmlauf. In der 41. Minute verwertete Bobby Edet Florian Bickings Zuspiel zum 1:2.
Auch nach dem Seitenwechsel hielt der Druck des SVM an, der aber wieder serienweise beste Torchancen ausließ. Ein Konter der Gäste besiegelt Morlauterns Niederlage. David Boateng traf in der ersten Minute der Nachspielzeit zum 1:3-Endstand. „In der zweiten Halbzeit hatten wir Glück, dass wir keinen Gegentreffer kassierten“, sagte TSG-Trainer Tobias Ehrenberg und feierte danach mit seinem Team den Ligaverbleib.
Dudenhofen bleibt drin
Die Skepsis von FVD-Sportdirektor Christian Schultz, der auf die Qualität des Gegners verwiesen hatte, erwies sich als berechtigt, denn obwohl es für die Gäste aus dem Westerwald um nichts mehr ging, kämpften sie bis in die fünfminütige Nachspielzeit hinein mit unbändigem Ehrgeiz und Einsatz um den Ausgleich.
Glück für Dudenhofen: Nach zwei Pfostenschüssen von Moritz Hannappel (55.) und Takuya Kakui (62.) kam schließlich auch noch Jonah Arnolds in der Nachspielzeit am Fünfmeterraum zum Abschluss, doch sein Schuss landete neben dem Dudenhofener Kasten. Die Gästebank und die Spieler reklamierten heftig und forderten bei Schiedsrichter Florian Stahl vergeblich einen Elfmeter. Ein Gästespieler, der verbal wohl etwas ausrastete, sah daraufhin Gelb-Rot.
Die Gastgeber agierten feldüberlegen, Eisbachtal verteidigte geschickt und verließ sich auf Konter. FVD-Torhüter Philipp Schilling bekam im ersten Abschnitt keinen Schuss zu halten. Entscheidend war die 39. Spielminute, als Stahl nach Foul an Sven Hoffmann die Vorteilsregel anwendete und weiterspielen ließ. Eric Häußler reagierte am schnellsten und wurde in aussichtsreicher Position von den Beinen geholt. Den Strafstoß verwandelte Hoffmann zum Siegtreffer.
Torhüter schiesst Abschiedstor
Es war von Beginn an eine einseitige Partie, in der die spielerisch klar besseren Gastgeber Ball und Gegner laufenließen. Beflügelt wurde die Arminia von zwei frühen Toren. Nach einem Foul von Christoph Fritsch an Bastian Hommrich verwandelte Torwart Peter Klug in seinem letzten Oberligaspiel für den FCA den fälligen Elfmeter zum 1:0 (5.). Beim 2:0 spielte der vor der Pause enorm starke David Braun nach einem Doppelpass mit Yakub Polat seine Schnelligkeit aus und servierte den Ball Matteo Monetta maßgerecht (12.). Die Gäste, die bis zur Pause zu keiner Torchance kamen, verursachten wenig später einen weiteren Strafstoß, als Braun gefoult wurde. Hommrich verwandelte (22.). Das 4:0 war ein Paradebeispiel für die fußballerische Überlegenheit der Arminia. Über Markus Schmitt, Polat und Hommrich kam der Ball zu Monetta, der mit einem Lupfer erfolgreich war (26.).
Mit dem deutlichen Vorsprung im Rücken, baute die Arminia nach Wiederbeginn stark ab. Die auf dem Stadionvorgelände ausgetragene Begegnung bekam immer mehr den Anstrich von Sommerfußball. Das 1:4 von Mülheim-Kärlichs Niklas Ternes zeichnete sich ab (66.). Die Ludwigshafener erzielten zwar noch das 5:1, das Aleksander Biedermann auf Zuspiel von Nico Pantano gelang (79.), es war aber nicht zu übersehen, dass die Arminen den Abpfiff herbeisehnten. Bevor der kam, überlistete Dominic Fuß den weit vor seinem Kasten stehenden Torhüter Klug mit einer Bogenlampe aus knapp 50 Metern (82.).