Handball
Nach 21 Jahren gibt es wieder die Schale für den SC Magdeburg
Der neue Champion kassierte nur zwei Saisonniederlagen, die Mannschaft stand seit dem sechsten Spieltag an der Tabellenspitze und behauptete den Sechs-Punkte-Vorsprung auf den THW Kiel. „Es ist noch immer irreal. Wenn ich diese Begeisterung sehe, haben sich all die Strapazen gelohnt“, meinte Bennet Wiegert. Der Coach wurde überdies zum besten Trainer der Saison ausgezeichnet. Erstmals seit 21 Jahren sind die Magdeburger wieder Meister. „Ich bin überglücklich“, sagte der überragende Halbrechte Omar Ingi Magnusson. Am Abend ging es auf den Alten Markt , dort wurde weiter gefeiert.
Rhein-Neckar Löwen landen auf Rang zehn
Und die Rhein-Neckar Löwen? Die Mannschaft landete nur auf dem zehnten Platz. Auf der Zielgeraden gab es vier Niederlagen in Folge. Die Löwen zeigten wieder ihre zwei Gesichter. Mit einem 4:0-Lauf nach der Pause setzte sich das Team auf 30:28 ab, um danach sieben Tore in Folge zu kassieren, bei nur einem eigenen Tor.
In seiner letzten Partie für die Löwen zeigte Regisseur Andy Schmid noch einmal eine großartige Leistung. Der Schweizer erzielte 13 Tore. Aus Hongkong reiste eigens sein Kumpel und ehemaliger Mitspieler Kim Ekdahl du Rietz an. Was für eine Geste. Er war 24 Stunden unterwegs, fuhr im Mannschaftsbus mit zurück. „Am Donnerstag war für mich gefühlt das letzte Spiel. Die Wehmut war heute weg, es war ein Handball-Spiel, ich habe es genossen“, erklärte Schmid.
Hans Lindberg Torschützenkönig
Zum Torschützenkönig krönte sich Oldie Hans Lindberg von den Füchsen Berlin. Der 40 Jahre alte Däne traf beim 22:28 gegen die SG Flensburg-Handewitt neunmal und erhöhte sein Saisonkonto damit auf 242 Treffer. Den Kampf um den möglichen letzten Startplatz in der European League entschied der TBV Lemgo Lippe für sich. Die Ostwestfalen behaupteten dank eines 28:24 gegen den HSV Hamburg den sechsten Tabellenplatz und dürfen damit auf die von der HBL beantragte Wildcard hoffen. Zweiter Absteiger neben TuS N-Lübbecke ist der HBW Balingen-Weilstetten.
So spielten sie
SC Magdeburg: Green (1), Jensen - Magnusson (6/2), Kristjansson (4), Weber - Pettersson, Musche (2) - Gullerud (2) - Bezjak (5), O’Sullivan (3), Saugstrup (4), Damgaard (5), Hornke (3), Mertens (1), Chrapkowski (1)
Rhein-Neckar Löwen: Birlehm - Kirkelökke (4), Schmid (13/6), Knorr (3) - Groetzki (2), Helander (3) - Kohlbacher (5) - Gislason, Horzen (4), Abutovic
Spielfilm: 2:2 (3.), 7:6 (7.), 10:8 (13.), 13:11 (18.), 17:16 (25.), 20:19 (Halbzeit), 25:23 (38.), 25:27 (42.), 30:28 (48.), 36:31 (53.) - Zeitstrafen: 0/3 - Siebenmeter: 2/2 - 6/6 - Beste Spieler: Magnusson, Bezjak, Damgaard - Schmid, Birlehm - Zuschauer: 6496 (ausverkauft) - Schiedsrichter: Suresh/Ramesh Thiyagarajah (Gummersbach)