FCK
Merk: „Wir werden Entscheidungen treffen“
„Ein ,Weiter so’ kann und wird es mit uns nicht geben“, sagte Merk am Mittwoch der RHEINPFALZ. Wie genau diese Konsequenzen aussehen, werde zunächst intern besprochen. „Wir werden Entscheidungen treffen. Nicht in den nächsten Stunden, ohne Aktionismus, aber mit der gebotenen Dringlichkeit. Wir wollen eigentlich Ruhe und Konstanz, aber die Tabelle lügt nicht“, betonte der 58-Jährige.
Saibene: „Desolater Auftritt von vorne bis hinten“
Bereits seit einigen Wochen befasse man sich sehr intensiv mit der sportlichen Entwicklung, sei auf die Situation vorbereitet, sagte Merk. FCK-Trainer Jeff Saibene meinte am Dienstagabend nach dem Spiel: „Es fällt mir extrem schwer, die richtigen Worte zu finden. Vor allem in der ersten Halbzeit haben wir alles vermissen lassen. Man hat von Anfang an gespürt, wie verunsichert die Jungs sind, wie viel Angst sie haben, Fußball zu spielen. Das war in der ersten Halbzeit ein desolater Auftritt von vorne bis hinten.“
Mit 15 Punkten aus 16 Spielen belegt der FCK einen Abstiegsplatz in der Dritten Liga. Am Samstag (14 Uhr) gastiert die Mannschaft zum letzten Ligaspiel des Jahres beim KFC Uerdingen in Düsseldorf.
Noch großes Glück für Kleinsorge
Die Partie gegen die Löwen begann denkbar schlecht. Nach einem Steilpass von Stürmer-Routinier Sascha Mölders war Fabian Greilinger auf und davon, wurde an der Strafraumkante von Rechtsverteidiger Marius Kleinsorge zu Fall gebracht. Glück für den 25-Jährigen, dass es Schiedsrichter Jonas Weickenmeier bei der Gelben Karte beließ. „Wenn er pfeift, dann ist es eigentlich Rot. Der Spieler ist durch“, sagte der dreimalige Weltschiedsrichter Merk zu dieser Szene. Den Freistoß hob Richard Neudecker über die Mauer in die Maschen (6.). Später legte Mölders das 2:0 (36.) und 3:0 (80.) jeweils per Kopf nach. Zu allem Übel sah Innenverteidiger Janik Bachmann in der 44. Minute die Rote Karte, als er sich mit dem Ball im Mittelfeld festrannte und dabei Marius Willsch auf den Knöchel trat. „Da war das Spiel gelaufen“, sagte Saibene.
Nach der Pause „hat wenigstens Einstellung gestimmt“
Die Roten Teufel waren in der ersten Halbzeit ohne Torchance, entdeckten nur zwischen der 50. und 62. Minute das Offensivspiel. So klärte Löwen-Torwart Marco Hiller in höchster Not vor Hendrick Zuck (50.), Angreifer Elias Huth köpfte zweimal drüber (52., 62.) und Marvin Pourié hatte Pech, dass Semi Belkahia seinen Schuss noch über den Kasten abfälschte (59.). „In der zweiten Halbzeit hat wenigstens die Einstellung gestimmt“, meinte der Trainer.
Während sich der zur Pause eingewechselte Kevin Kraus bei „Magenta Sport“ stellte, von einem „beschämenden“ Auftritt sprach, gab es ansonsten keine Aussagen von Spielern der Lauterer nach der Partie. Womöglich, weil auf Worte keine Taten folgten? „So schwer die Situation ist, müssen wir uns auf Samstag vorbereiten und probieren eine gute Lösung, eine gute Truppe zu finden, die bereit ist, gegen Uerdingen alles zu geben“, sagte Saibene am Dienstagabend bei der Pressekonferenz nach dem Spiel.
„Wir werden eine Lösung finden“
Doch wie will der Trainer so schnell bis Samstag etwas an der Einstellung ändern? „Das gehört zu meinem Job. Das ist sicher eine schwere Situation im Moment. Aber wir müssen eine Lösung finden und wir werden eine Lösung finden.“ Saibene, der in der Vergangenheit immer wieder die Probleme angesprochen hat, wirkte am Dienstagabend angeschlagen, tief getroffen vom Auftritt seiner Mannschaft. „Wir haben uns noch vorher eingeschworen, wollten aggressiv auftreten, auch mutig auftreten. Das war absolut nicht der Fall.“ Der 1. FC Kaiserslautern steckt im Tabellenkeller der Dritten Liga. Die Situation ist äußerst bedrohlich.
