Sport RHEINPFALZ Plus Artikel Manuel Schäffler lässt’s krachen und Wehen auf den Klassenverbleib hoffen

Treffsicher: Manuel Schäffler liegt mit zwölf Treffern auf Platz zwei der Torjägerliste der Zweiten Liga. Nur der Bielefelder Fa
Treffsicher: Manuel Schäffler liegt mit zwölf Treffern auf Platz zwei der Torjägerliste der Zweiten Liga. Nur der Bielefelder Fabian Klos (13) ist besser. Foto: IMAGO IMAGES/ZINK

Am Montag rollt der Ball wieder bei Fußball-Zweitligist SV Wehen Wiesbaden: Das erste Training im neuen Jahr hat Trainer Rüdiger Rehm für 14 Uhr angesetzt. Zwar liegen die Trainingsplätze in Taunusstein-Wehen fast 500 Meter hoch, so dass sich der Winter dort oft schon früh und länger als anderenorts bemerkbar macht. Doch wenn nötig, ist man in der Lage zu improvisieren.

Immerhin ging man mit einem guten Gefühl in die Pause, nachdem der SVWW im letzten Spiel 2019 einen 1:0-Sieg in Karlsruhe feierte und nicht als Letzter überwinterte. Drei Punkte beträgt der Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz, nachdem die Wiesbadener zwischenzeitlich schon abgeschlagenes Schlusslicht der Liga waren. Doch kaum ein Trainer sitzt so fest im Sattel wie Rehm. „Der beste, den wir in den vergangenen zehn Jahren hatten“, blickte Vereinspräsident Markus Hankammer kürzlich auf seine fast ebenso lange Amtszeit zurück.

Aigner und Lindner tun gut

Voll eingeschlagen haben die Nachverpflichtungen in Person von Stefan Aigner und Heinz Lindner. Aigner kam Ende August von Drittligist KFC Uerdingen, hat mit seinen 32 Jahren zwar nicht mehr die Luft, Woche für Woche 90 Minuten lang seine rechte Seite zu beackern, erwies sich aber als erhoffte Verstärkung. Desgleichen der vertraglose Keeper Lindner, der 28 Länderspiele für Österreich bestritt und auf 239 Erstliga-Spiele in Österreich, der Schweiz und Deutschland (für Eintracht Frankfurt) kommt.

Gegen Aue geht’s weiter

Zur Überlebensversicherung des SVWW ist Torjäger Manuel Schäffler avanciert, ohne dessen zwölf Treffer die Lage ziemlich hoffnungslos wäre. Weitere Gewinner nach einer über weite Strecken verkorksten Hinrunde auszumachen, fällt schwer. Ihren Stammplatz gegenüber der Rückrunde der Aufstiegssaison verloren haben Nicklas Shipnoski, dessen Position nun Aigner bearbeitet, und Gökhan Gül im defensiven Mittelfeld. Neue Konkurrenz für Gül & Co. entsteht durch die Verpflichtung von Sidney Friede, 21-jähriger zentraler Mittelfeldspieler von Hertha BSC Berlin. „Ein Typ wie Robert Andrich“, erhofft sich Sportdirektor Christian Hock viel vom Neuen, nachdem besagter Andrich in zwei Jahren beim SVWW einen großen Schritt nach vorne machte und nun für Union Berlin erstklassig kickt. Zu früh kommt der Trainingsauftakt für Moritz Kuhn (nach Meniskusoperation), Jules Schwadorf (kommt nach Sprunggelenksverletzung, erlitten im Frühjahr 2019, einfach nicht auf die Beine), Patrick Schönfeld (laboriert noch an einer Sehnenverletzung am Knie) und Keeper Jan-Christoph Bartels (Sehnenriss im Hüftbereich). „Aber wir haben es gerade erst in Karlsruhe geschafft, auch Aigner und Schäffler zu ersetzen“, weiß Rehm, dass ein starkes Kollektiv einzelne Ausfälle verkraften kann. Vom 14. bis 21. Januar weit die Mannschaft in der Nähe Valencias im Trainingslager. Im ersten Heimspiel 2020 am Dienstag, 28. Januar (20.30 Uhr), gegen Erzgebirge Aue will man den Trend der vergangenen Wochen fortsetzen für das große Ziel Klassenverbleib.

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