Sport Mannheim auf Meisterkurs
«Aachen.»Grün-Weiss Mannheim ist in der Tennis-Bundesliga nicht zu stoppen. Gestern gab es einen 5:1-Sieg beim TK Kurhaus Lambertz Aachen. Der Erfolg stand bereits nach den Einzeln fest.
Mit diesem Sieg hält Grün-Weiss ganz stramm Kurs auf die Meisterschaft. Drei Spieltage vor Saisonende hat das Team nun drei Punkte Vorsprung. Mitkonkurrent Blau-Weiß Krefeld patzte daheim gegen Blau-Weiß Halle, spielte nach 3:1-Führung nur 3:3. Grün-Weiss muss nun aus den letzten drei Partien – am Sonntag gegen den Gladbach HTC, in Krefeld und zu Hause gegen Köln - drei Punkte holen, um den siebten Titel der Vereinsgeschichte zu holen. Das ist machbar! „Ein total genialer Tennistag – mit einem 5:1-Sieg beim fünfmaligen deutschen Meister Aachen. Unser Teamspirit hat den Ausschlag gegeben. Die Stimmung der Spieler untereinander ist unvorstellbar. Den Spirit spürt man immer, in der Umkleide, auf dem Platz, abends. Das war heute ein großer Schritt nach vorne“, resümierte Teamchef Gerald Marzenell. Auch gestern hieß es wie fast immer in dieser Saison bereits 4:0 nach den Einzeln – allesamt wurden sie diesmal im Champions Tiebrak entschieden. Und wie am Freitag beim 6:0-Heimsieg gegen den TV Reutlingen war es Peter Gojowczyk und Tobias Kamke vorbehalten, den Sieg sicherzustellen. Peter Gojowczyk war erneut ein paar Minuten eher fertig. Tobias Kamke nutze den Rückwind. „Ich bin erst einmal glücklich, dass ich den vierten Punkt holen konnte. Der Sieg war ein bisschen glücklich, weil wir viermal den Champions Tiebreak gewonnen haben. Ich habe wahrgenommen, wie es bei Gojo steht. Wenn man weiß, man spielt für das 4:0 und nicht für 3:1 oder 2:2, das hilft, der Arm läuft dann einen Tick leichter“, erklärte Kamke. Peter Gojowczyk kam – wie am Freitag – etwas später auf Touren und drehte das Spiel wieder, nun gegen Martin Cuevas. „Im ersten Satz habe ich es meinem Gegner zu einfach gemacht. Im zweiten Satz habe ich es besser gemacht. Das war richtig gut. Die Stimmung war unglaublich. Auch von uns, denn du merkst, dass alle Teammitglieder da waren und dich vorwärts brüllen. Das pusht. Dazu kam, dass Martin Fischer mich auch sehr gut eingestellt hat als Coach. Respekt an Martin Cuevas. Das war ein richtig gutes Match“, erklärte Gojowczyk, der am Mittwoch in die USA fliegt. Verlass war wieder auf Andreas Beck, der den früheren Davis-Cup-Spieler Philipp Petzschner in Schach hielt. Daniel Brands war im Champions Tiebreak des Spiels gegen Nils Langer nervenstärker. „Ich bin hoch zufrieden, es war eine stellenweise gute Partie von mir. Das war ein sehr enges Match“, betonte Brands. So spielten sie Einzel: Martin Cuevas - Peter Gojowczyk 7:5, 2:6, 2:10, Guillermo Olaso - Tobias Kamke 6:4, 3:6, 5:10, Nils Langer - Daniel Brands 6:7 (7:9), 6:4, 2:10, Philipp Petzschner - Andreas Beck 4:6, 7:6, 8:10 Doppel: Petzschner/Langer - Kamke/Beck 6:7 (0:7), 6:7 (6:8), Olaso/Cuevas - Brands/Robin Kern 7:6 (8:6), 7:6 (7:5)