KOMMENTAR RHEINPFALZ Plus Artikel Magie und Maloche: Im Bundesliga-Keller geht’s rund

Zum Abheben: Bielefelds Patrick Wimmer (rechts oben) düpierte mit seinen Bielefeldern die Frankfurter Eintracht. 2:0 siegte die
Zum Abheben: Bielefelds Patrick Wimmer (rechts oben) düpierte mit seinen Bielefeldern die Frankfurter Eintracht. 2:0 siegte die Arminia. Rechts unten Sebastian Rode, dahinter kommt Jesper Lindström angerannt.

Ganz unten auf dem Boden der Fußball-Bundesliga bewegt sich was. Der eine führt einen Zaubertrick vor – und die anderen imponieren mit Konstanz und viel Arbeit.

Die Alteingesessenen können sich schon längst nicht mehr auf die magische Anziehungskraft eines großen Namens und auf Tradition verlassen. Borussia Mönchengladbach steht in der ewigen Bundesliga-Tabelle auf Rang sechs, in der aktuellen jedoch nur ganz knapp vor den Abstiegsplätzen: Union Berlin bewies nach dem Pokalcoup im Hauptstadtderby bei der Hertha auch in Gladbach gute Form. In der ewigen Tabelle belegen die Eisernen Rang 40. Sie haben mit ihrem Erfolgs- und Aufstiegscoach Urs Fischer alles andere als ein Trainerproblem.

Gladbach-Trainer Hütter hat zwei „Endspiele“

Bei der Borussia indes hat Adi Hütter nun zwei „Endspiele“. Bei Eintracht Frankfurt reüssierte der Österreicher, in Gladbach steht außer dem historischen 5:0 über die Bayern im Pokal fast nur Negatives zu Buche.

Frankfurt wurde von den jüngst aufstrebenden Bielefeldern düpiert. Patrick Wimmer zeigte einen Zaubertrick, der in keinem Jahresrückblick fehlen darf. Der 20-Jährige flankte mit rechts – die Beine überkreuz. Alessandro Schöpf nutzte die magische Vorlage – 2:0. Die Bezeichnung Rabona für jenen Trick entstammt einem Wortspiel aus Argentinien. Das 1:0 hatte Wimmer selbst erzielt.

Äußerst ungewöhnliche Bundesliga-Pause

Und: Aufsteiger Fürth, in dieser Saison Dauerschlusslicht und in der ewigen Tabelle 52., denkt nicht ans Aufgeben, feierte gegen Mainz 05 vor allem dank des effizient malochenden Jeremy Dudziak seinen zweiten Saisonsieg.

Übrigens: Nächstes Wochenende legt die Bundesliga eine hierzulande kurios anmutenden Pause ein – Grund ist eine ungewöhnliche Fifa-Abstellungsperiode. Sie wird nicht von der Uefa, aber von anderen Kontinentalverbänden zu WM-Qualifikationsspielen genutzt. Die Bundesliga hat Zeit zum Verschnaufen. Und zum Traineraustauschen? Das jedoch dementieren die Verantwortlichen. Noch.

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