Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Müde Eulen tun sich noch schwer

Zurück: Stefan Salger.
Zurück: Stefan Salger.

Das Ergebnis war zweitrangig. Die Gedanken galten den Opfern der Hochwasserkatastrophe im Norden von Rheinland-Pfalz. Der Erlös des Benefizspiels der Eulen Ludwigshafen gegen den ambitionierten Drittligisten HSG Krefeld Niederrhein, das der Bundesliga-Absteiger mit 27:32 (12:18) verlor, steht noch nicht fest.

Der Anfang war diesmal schwer. Nur eine Woche nach dem Start in die Vorbereitung taten sich die Eulen am Samstag vor genau 216 zugelassenen Zuschauern schwer und lagen bereits nach zehn Minuten 1:6 zurück. Das wollte der neue Trainer Ceven Klatt nicht überbewerten. „Man hat heute gesehen, dass wir noch nicht viel mit dem Ball getan haben. Unsere Schwerpunkte liegen derzeit im athletischen Bereich und das wird noch andauern“, sagte Klatt. „Man hat schon gespürt, dass die Mannschaft etwas müde von den letzten Einheiten war“.

Abwehr wirkt schwerfällig

Die Abwehr wirkte etwas schwerfällig, die Abstimmung fehlte ebenso wie die Aggressivität in der Defensive. Anders die Gäste aus Krefeld: „Unsere Arbeit während der Woche, ganz auf die Abwehr ausgerichtet, hat sich ausgezahlt“, meinte Gästecoach Maik Pallach. Er lobte seinen Keeper Sven Bartmann, der in der ersten Halbzeit zehn Bälle parierte. „Spieler wie Obranovic und Krings machen auch wenig Fehler“, meinte Pallach und sieht seine Mannschaft auf einem guten Weg. „Wir wollen von Anfang an als Spitzenmannschaft in der Dritten Liga auftreten, mittelfristig in die Zweite Liga zurück und uns dort etablieren“, betonte Pallach. Mit dem Sieg sei die Stimmung in seiner Mannschaft jetzt prächtig. Die Krefelder blieben die Nacht in Ludwigshafen, machten dort ihren Mannschaftsabend und genossen das pfälzische Nationalgetränk, den Riesling-Schorle. „Es muss ja nicht immer in Düsseldorf oder Köln, bei Alt oder Kölsch sein“, meinte Pallach, dankte den Eulen für den Auftritt in deren Gefilde.

Später ein Tick aggressiver

Kollege Ceven Klatt sah die Partie als einen guten Test an. Auch deshalb, weil seine Sieben, bei der Torhüter Matej Asanin, Yessine Meddeb, Max Neuhaus und Jannik Hofmann wegen leichteren Verletzungen und Pascal Bührer (Aufbautraining nach Ellenbogen-OP) noch fehlten, in Spielabschnitt zwei ein Tick aggressiver zur Sache ging. Besonders Hendrik Wagner bewies mit neun Toren erneut seine Torgefährlichkeit und verwandelte auch zwei Siebenmeter. Max Haider fiel in der Partie wegen eines Schlages auf den Oberschenkel aus. „Wir wollten da kein Risiko eingehen“, sagt der neue Eulen-Coach. In der kommenden Woche hofft er auf eine entspannte Personallage.

So spielten sie

Eulen Ludwigshafen: Urbi - Klein (3), Remmlinger (5), Dietrich - Durak (4), Keskic (3) - Klimek - Wagner (9/2), Haider (1), Falk (1), Salger, Eisel (1).

HSG Krefeld Niederrhein: Bartmann (31. Hasenforther) - Brüren (7/2), Krings (7), Obranovic (1) - Hahn (5), Noll (1) - Jagieniak (4) - Mircic (1), Juric, Schneider (1), Schulz (4/1), Molz (1), Braun, Schnalle

Spielfilm: 0:1 (4.), 1:6 (9.), 4:10 (14.), 10:13 (21.), 11:16 (26.), 12:18 (Halbzeit), 14:18 (34.), 16:20 (36.), 16:23 (38.), 20:25 (43.), 21:28 (47.), 23:29 (54.), 24:31 (59.), 27:32 (Ende) - Siebenmeter: 4/2 - 3/3 - Zeitstrafen: 2/4 - Zuschauer: 216 - Schiedsrichter: Scheld/Kaplan (Hüttenberg/Wiesbaden).

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