Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Löwen-Trainer muss zwischen zwei Ehrgeizlingen wählen

 Mikael Appelgren stand bei den bisherigen beiden Löwen-Spielen dieser Bundesligasaison noch nicht auf dem Feld.
Mikael Appelgren stand bei den bisherigen beiden Löwen-Spielen dieser Bundesligasaison noch nicht auf dem Feld.

Zum zweiten Heimspiel in der SAP-Arena empfangen die Rhein-Neckar Löwen am Samstagabend (19 Uhr) die MT Melsungen. Es ist nominell die Spitzenbegegnung am dritten Spieltag der Handball-Bundesliga, denn immerhin sind beide Mannschaften bislang noch ohne Niederlage.

Das wollen die Löwen auch noch nach der Begegnung sein, auch wenn Löwen-Trainer Sebastian Hinze aktuell wenig auf die Tabellensituation schaut. „Für mich ist die Art und Weise entscheidender, wie wir in den beiden ersten Spielen aufgetreten sind“, erklärte Hinze vor dem Heimspiel. „Und die macht mich zufriedener als die vier Punkte“, ergänzte er. Zumal auch die Trainingsleistung zu den bisherigen Auftritten passe, nicht nur die Stimmung, sondern auch die Konzentration in den Einheiten unter der Woche hervorragend sei.

Zumindest ein Spieler erhält im Abschlusstraining aber einen kleinen Stimmungsdämpfer: entweder David Späth oder Mikael Appelgren.

„Wir entscheiden vor dem Abschlusstraining, wer am Samstag im Tor stehen wird“, sagte Hinze, der diese Entscheidung gemeinsam mit Torwarttrainer Dragan Jerkovic trifft und den Kandidaten vor der letzten Trainingseinheit mitteilt.

Eine schwere Entscheidung

Leicht sei diese Entscheidung nicht, räumte Hinze ein. Immerhin sind beide Torhüter ehrgeizig, wollen unbedingt auf dem Feld stehen. Hier hatte Späth zuletzt zweimal die Nase vorn, war mit zwei starken Leistungen und einer Fangquote von 41 Prozent einer der Garanten für die beiden Auftaktsiege, was für einen erneuten Einsatz sprechen würde. Auf der anderen Seite steht der Routinier Appelgren, der zwar in dieser Spielzeit noch keine Sekunde auf dem Feld stand, aber seine Klasse schon oft unter Beweis gestellt hat und gegen seinen Ex-Verein sicher hochmotiviert sein wird.

Hat David Späth die Nase vorn?
Hat David Späth die Nase vorn?

Das gilt auch für einen weiteren Ex-Melsunger, zumal die Zeit von Ivan Martinovic an der Fulda erst wenige Monate zurück liegt. Er freut sich auf das Wiedersehen mit den alten Kollegen. „Wenn sie einen Tag vorher anreisen, treffe ich mich noch mit einigen Ex-Teamkollegen, damit ich gleich schon mal mit dem Trash-Talk beginnen kann“, wird der 26-jährige Kroate im Podcast der Löwen zitiert.

Hinze hofft auf eine weitere Glanzleistung des Kroaten, der die hohen Erwartungen bislang bestens erfüllt hat. Aber nicht nur auf ihn wird es ankommen: „Melsungen ist ein starker Gegner und auf allen Positionen stark besetzt.“ Das mache die Vorbereitung besonders schwer, denn Hinze weiß, dass die Nordhessen flexible Systeme in Abwehr und Angriff spielen können. „Unser Ziel ist es, die richtigen Räume anzugreifen“, sagt er. Dazu brauchen die Löwen ein gutes Rückzugverhalten, eine sehr kompakte Abwehr – und natürlich eine starke Torwartleistung.

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