Handball
Löwen feiern einfachen Auswärtssieg
Gerade einmal drei Minuten waren gespielt, da bat TuS-Trainer Emir Kurtagic seine Spieler zum ersten Mal zum Gespräch an die Seitenlinie (2:6). Nach zwölf Minuten (3:9) hatte er auch schon seine zweite Auszeit aufgebraucht. Einstellung und Konzentration seiner Mannschaft konnten ihm bis dahin gar nicht gefallen. Technischer Fehler oder Fehlwurf und daraus folgend ein Gegenstoß – der Spielverlauf im ersten Durchgang hatte ein klares Muster. Und das sprach eindeutig zu Gunsten der Löwen, die in Benjamin Helander den überragenden Akteur der ersten 30 Minuten auf ihrer Seite hatten. „Das lief insgesamt sehr gut für uns. Schlüsselfaktor war dabei aber unsere Abwehr“, gab sich der Linksaußen dabei trotz seiner sieben Treffer bescheiden.
Nach der Pause ging es für sein Team nicht so gut weiter. Vor allem die Anfangsphase konnte Löwen-Trainer Ljubomir Vranjes nicht gefallen. Auch er zückte die grüne Karte. Da waren gerade einmal sechs Minuten gespielt. Immerhin verhallte sein Appell an die Konzentration seiner Spieler nicht ungehört. Die rappelten sich in Ostwestfalen zumindest wieder zu einer bundesligatauglichen Leistung gegen einen nicht immer ligatauglichen Gegner auf.
Helander will fünf weitere Siege
„Am Ende waren wir mit einer Niederlage von sieben Toren sogar noch gut bedient“, bilanzierte Kurtagic, während die Löwen die deutliche Führung im Rücken für das ein oder andere personelle Experiment nutzten. So lief Linksaußen Helander in der Schlussphase im Rückraum auf. Der hatte Selbstvertrauen getankt. „Jetzt wollen wir jedes Spiel gewinnen“, sagte er mit Blick auf die letzten fünf Partien.
Keine sehr gewagte Prognose, denn immerhin hatte sich die Personalsituation der Badener schon vor der Partie in Lübbecke wieder ein wenig entspannt, standen Nikolas Katsigiannis und auch Ymir Gislason wieder zur Verfügung. Weitere Rückkehrer warten zum Ende einer entspannten Auswärtstour mit den erhofften beiden Siegen im Gepäck bereits in den Startlöchern.
So spielten sie
TuS N-Lübbecke: Asheim, Rezar (ab 18.) - Mrakovcic, Petreikis, Heiny (1) - Strosack (3), Skroblien (10/1) - Dräger (2) - Tokuda, Spohn (3), Wolf, Baumgärtner, Mundus (1), Kontrec (1), Nissen (1), Petrovsky
Rhein-Neckar Löwen: Appelgren, Birlehm (ab 52.) - Kirkelokke (3), Schmid (2), Lagergren (2) - Groetzki (7), Helander (7/1) - Horzen (3) - Patrail, Knorr (5/1), More, Abutovic, Gislason
Spielfilm: 2:6 (6.), 3:11 (16.), 9:18 (Hz.), 13:19 (36.). 14:22 (42.), 22:29 (Ende) - Zeitstrafen: 4:1 - Siebenmeter: 1/1 - 2/1 - Beste Spieler: Skroblien - Appelgren, Helander - Zuschauer: 1092 - Schiedsrichter: Otto/Piper (Syke-Barrien/Kiel).