FCK
Kommentar zur Hinrunde der Roten Teufel: Lichtschalter gesucht
17. von 20 Drittliga-Teams ist der 1. FC Kaiserslautern nach dem Magdeburger 2:1-Sieg am Mittwochabend in Duisburg in der noch verzerrten Tabelle nach der ersten Saisonhälfte. Ein Abstiegsplatz. Je nach Ausgang der beiden Nachholspiele Zwickaus können die Roten Teufel noch weiter abrutschen. Die Lage ist prekär mitten in der dritten Drittligasaison des FCK. 20 Punkte aus 18 Spielen, nur 17 Tore. Desaströs. Platz 9 im ersten Drittligajahr 2018/19 nach dem fatalen Abstieg aus der Zweiten Liga 2018. Dann 2019/20 Rang 10. Es sieht zur Hälfte danach aus, dass es am Rundenschluss 2020/21 erneut schlechter wird. Historisch schlecht. Ein teuflischer Abwärtsstrudel.
Die Trainer beißen sich die Zähne aus
Ihm zu entkommen, daran haben sich in den nun zweieinhalb Drittligajahren vier Cheftrainer versucht: Michael Frontzeck, Sascha Hildmann, Boris Schommers und nun Jeff Saibene. Der bei den meisten im Umfeld beliebte Saibene steht nach seiner kargen, unglaublichen Ausbeute von elf (!) Unentschieden bei drei Siegen und drei Niederlagen in „seinen“ 17 Spielen immer stärker in der Fankritik. Und einige im Aufsichts- und Beirat verfolgen sehr intensiv die Ansichten der Meinungsführer unter den Anhängern.
Ob es ein wieder neuer Trainer richten könnte? Nicht vorherzusagen. Es hängt an Details, auch an Fortune. Fakt ist: Tempo und Torgefahr fehlen dem defensiv oft gut strukturierten Team in dramatischer Weise. Das Ensemble stellt sich auf dem Papier und von den Namen her top dar. Der FCK hat sehr ordentliche defensive und offensive Mittelfeldspieler. Ihr kollektives Problem: Sie strahlen kaum Torgefahr aus. Und machen zu wenig Tempo. „Schneller spielen“, rief Saibene auch am Samstag beim 1:1 in Verl wieder lauthals.
Regionale Unterstützer halten den FCK am Leben
Rückkehrer Jean Zimmer soll Tempo bringen. Bei seinem sonst mäßigen Debüt in Verl leitete er immerhin das 1:0 klug ein. Bei seiner Verpflichtung hat die Investorengruppe fünf reicher Fans mitgeholfen. Sie wollen auch dazu beitragen den verschuldeten e. V. zu retten. Ihr Engagement hält den FCK am Leben.
Die Kapitalvernichtungsmaschine
Die Pandemie mit fehlenden Zuschauereinnahmen setzt gerade den Klubs unterhalb der Zweiten Liga, die nicht viel TV-Geld bekommen, zusätzlich zu. Die Dritte Liga ist schon ohne Corona-Krise eine Kapitalvernichtungsmaschine. Der Weg Richtung Licht führt nur über Mut, Tempo, Effizienz und Torgefahr. Deutlich mehr Torgefahr.
