FCK
Kommentar: Dem Fußball-Feiertag folgt teuflischer Druck im Alltag
Auch der gegnerische Trainer war voll des Lobes für den knapp unterlegenen Außenseiter: Adi Hütter vom stark ersatzgeschwächten und dennoch klar favorisierten Bundesligisten Borussia Mönchengladbach sprach zu Recht von leidenschaftlichem Kampf der Roten Teufel. Die Lauterer haben es auch taktisch gut gemacht mit dem Schachzug, Kenny Redondos Tempo vorne ausnutzen zu wollen mit vielen langen Steilpässen.
Die Politik ist am Zug – es braucht intelligente Lösungen
Den Fußball-Feiertag am „Betze“ – endlich mal wieder Glanz in der Arena und dazu ein Pokalspiel, das bis zum Schluss offen war, – genossen die allermeisten Fans im Stadion. Der FCK beklagt, dass es nur 5000 statt der zuvor schon genehmigten 20.000 sein durften. Die Politik ist am Zug, am besten deutschlandweit eine intelligente und gerechte Lösung für den Fußball zu präsentieren. Vielleicht ja die, künftig nur Geimpfte und Genesene in die Stadien zu lassen – dafür wieder etwas mehr. Viele Zuschauer, auch daheim beim ARD-Livespiel, wunderten sich über den hässlichen Beton-Leerraum auf der unteren Westtribüne. Das sind die Stehplatzblöcke. Und Stehplätze am „Betze“ erlauben die Behörden wegen der Pandemielage nicht.
Hässliche blanke Fläche in der Westkurve
Also bleibt die Fläche blank. Die alten Einbausitze aus längst vergangenen Europapokalzeiten sind nach Klubangaben nicht mehr vorhanden. Und neue zu montieren, sei zu teuer, unrentabel. So wird die Lücke bleiben – aber schmücken könnte man sie ja.
Und dennoch war es ein schöner Fußballabend. Sogar etwas sommerlich, hört, hört. Dem Feiertag aber folgt Druck im Alltag. Bei hohen Bällen und vor allem im Abschluss war der FCK erneut viel zu schwach – wie schon in der Liga. Drei Pflichtspiele, kein Treffer. Vor dem Tor fehlt’s. Es wird hin- und herprobiert; Elias Huth wird vom Stürmer Nummer eins zum Klubwechselkandidaten Nummer eins.
